Es ist ein Thema, das seit Jahren auf der Agenda steht, aber immer wieder zurückgestellt worden war, wie die Stadtbaureferentin Urte Kelm sagt, weil nicht klar war, was auf der freien Fläche an der Pöhner-Straße entstehen wird. Der Verkehrsplaner Frank Schleicher-Jester aus Darmstadt, der im Auftrag der Stadt die Kreuzung und die dazugehörigen Straßen untersucht hat, schlägt dem Stadtrat zwei Varianten vor: Eine Ampel inklusive dem Umbau der Dr.-Konrad-Pöhner-Sraße stadteinwärts – eine Version, die sowohl der Verkehrsplaner als auch die Verwaltung favorisieren. Und einen – wie Schleicher-Jester es nennt – „Turbo-Kreisverkehr“ mit beschleunigter Spur und klarer Zuordnung der Fahrbeziehungen. Denn: Der Verkehr wird zunehmen, wenn das Zapf-Gelände neu entwickelt wird, wenn an der Uni weitere Gebäude dazu kommen.

Kreisel braucht mehr Fläche

Der Kreisverkehr aber, sagt der Verkehrsplaner ebenso wie der Leiter des Stadtplanungsamts, Ulrich Meyer zu Helligen, brauche mehr Fläche. Und das werde, sagt Meyer zu Helligen, auch länger dauern, weil der Stadt nicht alle Grundstücke gehörten. Dennoch entscheidet sich der Bauausschuss mehrheitlich für eine Kreisverkehrs-Variante – mit sechs Gegenstimmen bei 15 Anwesenden. Die Kosten für den Bau des Kreisverkehrs belaufen sich nach aktuellen Schätzungen auf rund 4,8 Millionen Euro. Eine Bauzeit allerdings sei wegen der Grundstücks-Problematik noch nicht klar.