Mysteriös Auto landet nach Unfall im Badesee

Mit einem Großaufgebot an Helfern sind viele Rettungskräfte am  Sonntagvormittag über Stunden an  der Kieswäsch beschäftigt. Die Sache  ist mysteriös.  Die Polizei muss nun  klären, was in der Nacht geschehen ist.

Kulmbach - Mit einem Großaufgebot waren am Sonntagvormittag  rund 100  Rettungskräfte an der Kulmbacher Kieswäsch im Einsatz. In dem Badesee im Kulmbacher Naherholungsgebiet Oberauhof war am Morgen ein  versunkenes Auto im Wasser entdeckt worden.  Nachdem niemand wusste, ob auch Personen bei dem Unfall zu Schaden gekommen waren, suchten Taucher und Wasserretter mit Booten den ganzen See ab, unterstützt von Suchtrupps an Land. Doch die Einsatzkräfte fanden niemanden. Der Unfall bleibt vorerst mysteriös. In die Ermittlungen wurde auch der Kriminaldauerdienst mit eingebunden.

Die Polizei hielt sich zunächst mit Einzelheiten bedeckt. Man wisse noch nicht, ob noch Personen in dem Auto oder sonst zu Schaden gekommen sind und man könne weder zum Fahrer noch zu möglichen Mitfahrern oder zum Unfallhergang etwas sagen, erklärte  ein Sprecher der Kulmbacher Polizei  am  Vormittag. Nur so viel verriet die Polizei: Der Fall habe sich bereits in der Nacht angebahnt. Am Morgen sei dann das Auto in der Kieswäsch entdeckt worden.  Im Bereich einer Kurve fanden die Beamten ein Kfz-Kennzeichenschild sowie umgedrückte Sträucher und einen Ölfilm in der Größe von etwa 100 Quadratmetern auf dem trüben Wasser.

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Gegen 11 Uhr war schließlich das Unfallfahrzeug geborgen. Es handelt sich um einen Klein-SUV aus dem Zulassungsbereich Kulmbach. Das Fahrzeug wies an der Front massive Schäden auf. Sie rühren vermutlich von einem Zusammenprall mit einem Baum, den das Auto am Seeufer gerammt  hatte. Der Seat war offensichtlich auf dem nur für Fußgänger und Radfahrer freigegebenem Uferweg unterwegs gewesen, als es etwa 100 Meter südlich des Kiosks  in einer scharfen Linkskurve außer Kontrolle geriet und schließlich im Wasser versank.  Man gehe von einem Unfall aus, sagte Matthias Potzel vom Polizeipräsidium gegenüber der Frankenpost.  Allerdings kenne man die näheren Umstände noch nicht.

40 Feuerwehrleute und 52 Einsatzkräfte von BRK, Wasserwacht und DLRG waren laut Feuerwehrsprecher Yves Wächter an der Kieswäsch im Einsatz. Die Polizei hatte die Feuerwehren aus Kulmbach, Melkendorf und Mainleus angefordert, um bei der Bergung des Fahrzeugs zu helfen und um ausgelaufene Betriebsstoffe im Wasser zu sichern. Ölsperren wurden errichtet.

Unter der Einsatzleitung von Stadtbrandmeister Michael Weich haben die Wehrleute, unterstützt von Rettungstauchern, den schwer beschädigten Seat aus dem See gezogen. Wegen der Verunreinigung des Badesees waren auch Fachleute vom Landratsamt vor Ort. Laut Yves Wächter  ist nach der Fahrzeugbergung   die Suche nach möglichen Vermissten noch fortgesetzt worden, nachdem  völlig unklar war, ob bei dem Unfall Menschen zu Schaden gekommen sind oder sich der Fahrer aus dem Staub gemacht hat. Mit vier Booten und fünf Tauchern wurde der See abgesucht. Vom Land aus haben zwei  Quad-Fahrer beim Suchen geholfen. Auch eine Drohne wurde eingesetzt.  So lange nicht sicher sei, ob sich Personen im Wasser befinden, müssen die Rettungskräfte alles tun, was möglich ist, machte Wächter deutlich.