Unerlaubte Pistolen, brennendes Auto

Die Kulmbacher Polizei zieht Bilanz. Das Positive: Es gab keine Verletzten. Allerdings begann das Jahr nicht für alle Beteiligten erfreulich.

Symbolfoto: Matthias Balk/dpa Foto: red

Den ersten Kontakt zum Partyvolk hatten die Beamten bereits gegen 20 Uhr am Silvesterabend. Ein 23-Jähriger aus dem westlichen Kulmbacher Landkreis hatte sich mit dem Zug auf den Weg nach Kulmbach gemacht. Um dort entsprechend „gerüstet“ zu erscheinen, hatte er bereits im Zug seine Schreckschusswaffe zum Abfeuern von Silvesterfeuerwerk vorbereitet.

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Dies war dem Lokführer aufgefallen, welcher angesichts der Pistole die Polizei verständigte. Die Ordnungshüter konnten den jungen Mann eine halbe Stunde später im Stadtgebiet ausfindig machen. Da er zu seiner Waffe nicht den erforderlichen kleinen Waffenschein vorweisen konnte, war eine Beschlagnahme die Folge. Ins neue Jahr startete der Mann somit ohne Feuerwerk, dafür aber mit einer Strafanzeige nach dem Waffengesetz.

Eine Schreckschusswaffe war auch Anlass für ein weiteres Einschreiten der Polizei. Ein 28-jähriger aus dem Coburger Landkreis war in Mainleus zu Besuch und konnte die Mitternachtsstunde offenbar nicht erwarten. Weil er vom Balkon des Gastgebers seine Schreckschusspistole abfeuerte und umliegende Passanten die Polizei verständigten, prüft die diese derzeit, ob auch ihm ein strafbares Handeln vorzuwerfen ist. Auf seine Waffe musste auch er zunächst verzichten.

Verirrte Feuerwerksrakete

Für das erste größere Aufsehen des neuen Jahres sorgte dann eine verirrte Feuerwerksrakete im Kulmbacher Stadtteil Weiher. Der Feuerwerkskörper suchte sich seinen Weg in ein geparktes Auto, welches im Motorraum sofort Feuer fing. Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten den Fahrzeugbrand zwar schnell unter Kontrolle bringen, der Wagen dürfte jedoch ein Fall für den Schrottplatz sein. In diesem Zusammenhang ermittelt die Polizei Kulmbach nach einem möglichen Verursacher und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Laute und betrunkene Partygäste

Die übrige Nacht war geprägt von überlauten Silvesterpartys oder deren Gästen, welche dem Alkohol im Übermaß zugesprochen hatten. In allen Fällen genügten aber mahnende Worte oder eine stützende Hand der Einsatzkräfte, um die Ordnung wieder herzustellen. Im Einzelfall war auch ein schneller Griff zur Wasserflasche nötig, um einen brennenden Mülleimer im Stadtgebiet zu löschen, bevor die Feuerwehr anrücken musste.

Letztlich zeigt sich die Polizei erfreut, dass bis in die Morgenstunden kein Einschreiten wegen Körperverletzungsdelikten notwendig war und auch keine solchen zur Anzeige gebracht wurden.

red