Umfrage zum Wal-Drama Finden Sie den Hype um Buckelwal Timmy gerechtfertigt?

Ende März strandet das Tier in der Ostsee. Wiederholt starten Rettungsversuche. Schnell bildet sich eine regelrechte Fan-Gemeinde um den Wal. Wie ist Ihre Meinung zum Tier-Drama?

Seit Tagen liegt Timmy der Wal vor der Insel Poel in der flachen Kirchsee und kann sich nicht selbst befreien. Foto: Jens Büttner/dpa

Seit Wochen fiebern Tierschützer, Politiker und Medienvertreter an der Ostseeküste mit, wie es um den verirrten Buckelwal Timmy steht. Sein Schicksal bewegt gerade gefühlt die ganze Nation. Im März strandet der Wal vor der Gemeinde Timmendorfer Strand, schwimmt sich wieder frei und steckt kurz darauf in der Wismarer Bucht fest.

Nach der Werbung weiterlesen

Inszenieren sich vermeintliche Helfer mit dem Wal?

Doch bei allem Verständnis zur Hilfsbereitschaft für das Tier kommt von manchen Seiten auch Kritik an den immer neuen Rettungsversuchen. Und an der medialen Inszenierung, die manche Beteiligte mit dem Schicksal des Tieres treiben. In unserer nicht repräsentativen Umfrage wollen wir darum wissen, wie Sie den Hype sehen, der mittlerweile um Timmy entstanden ist.

Damit alle auf dem gleichen Stand sind, ist an dieser Stelle wohl ein klassisches „was bisher geschah“ angebracht: In der Nacht zum 23. März melden Gäste eines Hotels in Timmendorfer Strand ungewöhnliche Geräusche. Anschließend wird der Buckelwal auf einer Sandbank entdeckt.

Wal strandet in der Wismarer Bucht erneut

Umgehend versuchen Helfer, den Wal wieder in Richtung Tiefwasser zu geleiten – zunächst vergeblich. Am 26. März reisen der Meeresbiologe und Youtuber Robert Marc Lehmann an, um nach Timmy zu sehen.

Am nächsten Tag ist der Wal verschwunden. Er hat sich freigeschwommen, findet aber nicht den Weg zurück in die Nordsee. Stattdessen schwimmt Timmy tiefer in die Ostsee, setzt sich zunächst in der Wismarer Bucht in Mecklenburg-Vorpommern fest und kurz darauf in der Kirchsee vor der Insel Poel. Dort liegt er seit Ende März.

Retter verlassen zerstritten das Team

Seitdem heizt sich die Stimmung vor Ort und in den Sozialen Netzwerken auf. Kritisiert wird die angeblich mangelnde Koordination bei den Rettungsaktionen. Immer wieder gibt es Demonstrationen für den Wal. Viele Menschen fordern, das Tier ins tiefere Wasser zu bringen, statt es in Ruhe zu lassen. Gleichzeitig schätzen Experten die Überlebenschancen für Timmy gering, sollte er es mit Unterstützung zurück ins offene Meer schaffen.

Vor gut einer Woche startet ein neuer, privat initiierter Rettungsversuch. Es gelingt, dass sich der Wal ein weiteres Mal freischwimmt. Doch wieder schafft es Timmy nicht in die offene See und strandet erneut in der Kirchsee, wo er seitdem festhängt. Gleichzeitig nehmen die Differenzen im Rettungsteam zu – die Tierärztin Jenna Wallace reist vorzeitig ab. Derzeit werden neue Rettungspläne vorbereitet. red