Friedrich Merz hat sich ein bisschen weiter vorgewagt als bisher. Beim Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in Paris sagte er erstmals genauer, wie sich die Bundeswehr an Sicherheitsgarantien für die Ukraine beteiligen könnte. Deutschland würde zwar Truppen nach einem Waffenstillstand stellen wollen – aber nicht in der Ukraine selbst, sondern nur in einem benachbarten Nato-Land. Der deutsche Kanzler erfüllte damit das Minimum dessen, was in dieser Situation erforderlich war. Frankreich und Großbritannien hatten bereits vor Monaten ihren Willen bekundet, Soldaten auch in die Ukraine zu entsenden. Ein weiteres Hinauszögern deutscher Zusagen war für Merz nicht mehr möglich, ohne die europäische und die eigene Glaubwürdigkeit aufs Spiel zu setzen.