Üppiger Weihnachtsschmuck Ein sechs Meter hoher Schneemann

Brigitte Grüner

Schnee liegt zwar aktuell nicht im Auerbacher Ortsteil Nitzlbuch, doch bei Familie Klima steht trotzdem ein Sechs-Meter-Schneemann im Garten.

Nitzlbuch/Auerbach - Stefan Klima ist in Sachen Weihnachtsdekoration quasi erblich vorbelastet. Schon Vater Gerhard hatte viele Jahre sein Wohnhaus und den Garten während der Adventszeit mit unzähligen Glühbirnen und LEDs zum Leuchten gebracht. Die jetzige Generation Klima hat eine besondere Vorliebe für große aufblasbare Figuren. Neben dem Schneemann haben auch ein Weihnachtsmann und ein Nussknacker einen Platz im Garten gefunden. Dazwischen sitzen ein Eisbär und ein kleines Rentier.

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Giebel und Hausecken sind mit LEDs hell beleuchtet, und auch im Inneren wird nicht mit Weihnachtsdekoration gespart. Früher seien die Glühbirnen günstig gewesen, aber der Stromverbrauch hoch, erinnert sich Stefan Klima. Jetzt nutzt er LEDs, die zwar teurer in der Anschaffung, aber wesentlich sparsamer im Verbrauch sind.

Aufbau ab Anfang Oktober

Bis am ersten Advent die Lichter angehen, liegt viel Arbeit hinter Jasmin und Stefan Klima und ihren Töchtern. Ab Anfang Oktober beginnt der Aufbau für die Weihnachtszeit. Das benötigte Material ist teils im Keller, teils auf dem Dachboden eingelagert. Alle helfen zusammen. Das Konzept für den Aufbau sei bewährt, sagt das Ehepaar.

Manchmal überlegen sie sich spontan Änderungen. Erst vor wenigen Tagen wurde ein sitzender Weihnachtsmann, der immer wieder umfiel, durch einen Grinch – eine Filmfigur im Weihnachtsmannkostüm – ersetzt. In diesem Jahr gibt es zum zweiten Mal eine Krippe mit der Heiligen Familie, Ochse, Hirte und Schafen. Die Figuren waren nicht billig und sollten nicht dem Wetter ausgesetzt werden. Stefan Klima hat deshalb eine schlichte Überdachung aus Holzlatten und Schilfmatten gebaut.

Die aufblasbaren Figuren stehen auf der großen Wiese vor dem Haus. Das Prinzip ähnelt einer Hüpfburg. Mit einem kleinen Kompressor wird Luft eingeblasen, bis Weihnachtsmann, Schneemann und die anderen Figuren aufrecht stehen. Bei nassem Wetter oder Schnee muss die Familie ein wenig nachhelfen. Die dicken Kunststoffplanen sind dann zu schwer, und Wasser oder Schnee müssen abgekehrt werden. Und sollte sich ein Wintersturm ankündigen, wird den aufblasbaren Figuren vorübergehend der Strom abgedreht. Zu ihrem eigenen Schutz natürlich.

Zeitschaltuhr

Wenn es dunkel wird – also gegen 16.30 Uhr – werden alle Lichterketten nach und nach hell. Damit das so reibungslos funktioniert, ist Stefan Klima vorab zwei Tage alleine mit der Stromverteilung beschäftigt. Er nutzt Kabel und Steckerleisten, die speziell für den Außenbereich gedacht sind. Wenn alles fertig ist, schaut sein Freund Georg Wittmann, ein gelernter Elektriker, nochmals vorbei und prüft, ob alles passt. An jedem Stromkreis hängt eine Zeitschaltuhr, damit die Lichter gegen 21.15 Uhr wieder ausgehen.

Einige der Figuren, die an Haus oder Garage oder im Garten dekoriert sind, hat Gerhard Klima schon benutzt. Doch es kommt auch hin und wieder etwas Neues hinzu.“ Ich bestelle heimlich, damit es meine Frau nicht mitbekommt, denn sie sagt immer wir haben genug“, erzählt Klima. Den Töchtern gefallen die beiden sechs Meter hohen Figuren und die Krippe am besten, sagt der Papa; den Erwachsenen vor allem das Gesamtkonzept.

Schaulustige

Oft kommen Leute vorbei und schauen sich das weihnachtlich leuchtende Anwesen an. Vor allem Kinder freuen sich über den üppigen Schmuck und die großen Figuren, die sie ja zuhause nicht im Vorgarten stehen haben. „Es freut uns, wenn Zaungäste kommen. Dafür ist die Deko ja auch da“, sagen Jasmin und Stefan Klima. Vor zwei Jahren war sogar der Patima-Kindergarten zu Besuch und es gab ein kleines Fest mit frischen Waffeln. „Da könntet ihr sogar Eintritt verlangen“, finden manche Besucher. Aber das lehnt die Familie ab, schließlich ist die üppige Dekoration auch eine Art Hobby für Jasmin und Stefan Klima. Meist lassen die beiden ihren Weihnachtsschmuck bis Anfang Januar stehen. Danach werden die großen Figuren nochmals in der Garage oder dem Keller aufgeblasen, damit sie gut trocknen können. Erst dann geht es zurück ins Sommerdomizil im Keller oder auf dem Dachboden.