Überschwemmungsgebiete Schutz vor Hochwasser

In der Wilhelminenaue gibt es viel Fläche, auf der sich das Wasser nach Starkregen ausbreiten kann. In Richtung Stadtzentrum sieht das ganz anders aus. Foto: Archiv/Eric Waha

Die Gefahr von Starkregen hat im Laufe der Jahre zugenommen. In seiner Sitzung am Montag hat sich der Umweltausschuss des Bayreuther Stadtrats mit der Festsetzung von Überschwemmungsgebieten innerhalb des Stadtgebiets auseinandergesetzt. Und zwar im Bereich des Roten Mains, der Mistel und der Warmen Steinach.

Bayreuth -

Vor rund 20 Jahren hatte die Bayerische Staatsregierung die Wasserwirtschaftsämter beauftragt, die Flüsse und Gewässer mit Blick auf Überschwemmungsereignisse zu überprüfen und für den Fall von Hochwasser Pläne zu entwerfen, damit sich die Kommunen entsprechend schützen können. Es geht um den Erhalt von Rückhalteflächen. Freie, unbebaute Flächen sollen als Rückzugsraum geschützt und erhalten werden.

Hauptsächlich ging es in der Sitzung um den Roten Main. Im Bereich der Mistel und der Warmen Steinach gebe es nur wenig Bebauung, wie der Leiter des Umweltamts, Winfried Horcher, sagte. Anders sieht es im Stadtgebiet im Bereich des Roten Mains aus. Hier ist – etwa im nord-westlichen Stadtgebiet in Richtung Zentrum – die Bebauung recht nah am Wasser. Eine Überschwemmung könnte für die Anwohner üble Folgen haben.

Ohne Gegenstimme

In der Sitzung des Umweltausschusses ging es darum, das Verfahren zur Festsetzung von Überschwemmungsgebieten einzuleiten. Das befürworteten die Mitglieder für die drei genannten Gewässer im Stadtgebiet ohne Gegenstimme. Jetzt hat der Stadtrat zu entscheiden. Danach würde es eine Bürgeranhörung geben. Im Herbst könnte die Verordnung in Kraft treten.

Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (CSU) betonte, dass ein Jahrhunderthochwasser für die Anwohner in der Stadt katastrophale Auswirkungen haben könnte. Anders sieht es etwa im Bereich der Wilhelminenaue aus. Dort könnte bei Starkregen viel Fläche geflutet werden. Wer wissen will, ob er in einem Überschwemmungsgebiet wohnt, kann die Pläne im Umweltamt der Stadt einsehen, wie dessen Leiter Winfried Horcher sagte. Wichtig sei, dafür zu sorgen, dass im Fall einer Überschwemmung Öltanks nicht aufschwimmen können und dass kein Öl in die Umwelt gelangt.

Aber auch das wurde in der Sitzung geklärt: Im Falle eines Jahrhunderthochwassers würde das Bayreuther Rathaus nicht absaufen.

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