Überschwemmungen im Landkreis Kronach Erst der Sturm, dann das Wasser

Julia Knauer
Auch zwischen Langenau und Schauberg sind die Wiesen teilweise überschwemmt. Foto: Peter Ebertsch

Im gesamten Landkreis Kronach kann es zu Überschwemmungen kommen. Besonders hoch steht der Pegel der Steinach. Auch Sturmtief „Ylenia“ hat noch Nachwirkungen – zum Beispiel eine gesperrte Straße.

Landkreis Kronach - Für den Landkreis Kronach gilt seit Freitagmorgen laut dem Hochwassernachrichtendienst (HND) Bayern eine Hochwasserwarnung für bebaute Gebiete. „Aufgrund der gefallenen Niederschlagsmengen in Verbindung mit der Schneeschmelze in den Mittelgebirgen sind die Pegelstände angestiegen“, heißt es. Am Wochenende sei zwar zunächst mit fallenden Wasserständen zu rechnen; jedoch prognostiziere der Deutsche Wetterdienst für Sonntag wieder ergiebige Niederschläge, sodass mit einem erneuten Anstieg der Pegelstände in der Nacht von Sonntag auf Montag zu rechnen sei.

Grundsätzlich gibt es für Hochwasser Meldestufe eins bis vier. Konkret befinden sich laut HND zurzeit folgende Pegel im Landkreis bereits in einer Meldestufe beziehungsweise werden sie nach aktuellen Vorhersagen in der Nacht von Sonntag auf Montag erreichen:

Aktuelle Pegelstände im Landkreis

Rieblich/Rodach: Meldestufe zwei bis drei (Meldebeginn Sonntagnachmittag/-abend); Erlabrück/Rodach: Meldestufe zwei (Meldebeginn Sonntagabend; Unterlangenstadt/Rodach: Meldestufe zwei bis drei (Meldebeginn Sonntagabend); Neukenroth/Haßlach: Meldestufe zwei (Pegel verbleibt bis Sonntag in Meldestufe eins; Anstieg in Meldestufe zwei am Sonntagabend); Steinberg/Kronach: Meldestufe eins (Meldebeginn Sonntagabend;Fürth am Berg/Steinach: Meldestufe drei bis vier (Pegel verbleibt bis Sonntag in Meldestufe zwei bis drei, erneuter Anstieg in Meldestufe drei von Sonntag auf Montag). Darüber hinaus könnten auch kleinere Gewässer ohne Warnpegel über die Ufer treten.

Straße zwischen Oberlangenstadt und Ebneth gesperrt

Und auch Sturmtief „Ylenia“, das am Donnerstag durch den Landkreis wütete (unsere Zeitung berichtete), hat noch ein paar Nachwirkungen. Laut einer Mitteilung des Landratsamts Lichtenfels machen es die entstandenen Sturmschäden entlang der Kreisstraße LIF 23 zwischen Ebneth und Oberlangenstadt erforderlich, eine hohe Anzahl an Bäumen, die den Verkehr beeinträchtigen, zu entfernen. Die händische Beseitigung der Bäume durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr und die Mitarbeiter des Landkreises sei jedoch zu gefährlich. Daher habe man sich dazu entschlossen, die Baumfällarbeiten mit Maschineneinsatz durchzuführen. Um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten, bleibe die LIF 23 voraussichtlich bis einschließlich Montag für den Verkehr gesperrt.

Garten in Nordhalben zerstört

Das Sturmtief richtete aber nicht nur an etlichen Bäumen im Wald Schäden an, sondern auch teilweise an Gärten und Gebäuden. So entwurzelte „Ylenia“ in der Nordhalbener Wiesenstraße einen Baum aus einem Garten und riss gleich zwei Zäune mit nieder. Dabei hatte der Nachbar noch Glück im Unglück, da der Baum nur haarscharf am Eck seines Wohnhauses vorbei stürzte. Sein schöner Holzzaun hingegen ist kaputt.

Keine Sturm-Einsätze mehr
Sowohl die beiden Polizeiinspektionen in Kronach und Ludwigsstadt als auch Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger informieren auf Anfrage, dass es in der Nacht auf Freitag keine weiteren Einsätze wegen Sturmtief „Ylenia“ gab.
 

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