Über 200 Oldtimer Wagnerstadt-Historic übertrifft sich selbst

BAYREUTH. Festspiele in Lack und Chrom hat der Automobilclub (AC) Bayreuth versprochen. Festspiele in Lack und Chrom sind es geworden - und zwar mit einem neuen Teilnehmerrekord, der sich ganz entspannt schon wenige Minuten nach 14 Uhr am Sonntagnachmittag eingestellt hat: Mehr als 200 Oldtimer und Youngtimer der Baujahre ab 1988 und früher. Deutlich mehr als in den vergangenen Jahren, als zwischen 160 und 180 Autos kamen. Mit vielen Besonderheiten, die man alles andere als häufig auf der Straße sieht.

"Es läuft wie geschnitten Brot", sagt Klaus Herold, der Vorsitzende des AC Bayreuth, der mit den rund 30 Mitgliedern des Vereins dafür sorgt, dass das vierte ADAC-Wagnerstadt-Historic-Oldtimertreffen tatsächlich fast läuft wie von selbst. Obwohl viel Arbeit und Herzblut in dem Treffen steckt. Was Herold freut: lokal, regional, überregional kommt das Treffen an und lockt die Oldtimer-Fahrer mit ihren Fahrzeugen zu einem Treffen mit einer besonderen Marken-Vielfalt, obwohl es doch traditionell beim Bayreuther BMW-Händler Herrnleben stattfindet. Vom üppigen Achtzylinder-Horch, dessen Länge den halben Vorplatz zu überspannen scheint, über Alpines der verschiedenen Baujahre und fetten Amis in den unterschiedlichsten Ausprägungen bis hin zu Audi 80 GT und GTE aus den 70er Jahren reicht die Bandbreite bei dem Treffen. Selten gewordene Engländer und Italiener, die dem Rost getrotzt haben und Blechkleider feiner Designer wie Pininfarina zu Markte tragen, stehen einträchtig nebeneinander.

Jeder quatscht mit jedem: Eine Szene in Eintracht

Was auffällt: Jeder plaudert zur Musik der Brassbound Rockets mit jedem, Berührungsängste gibt es zwischen den Oldtimer-Fraktionen keine - unabhängig vom Wert des Autos und vom Erhaltungszustand. Jochen Kihm, der mit seinen Mitstreitern an der Einfahrt zum Treffen jeden Fahrer mit Handschlag begrüßt und traditionell einen handschriftlichen Eintrag in das Treffen-Buch des AC Bayreuth erbittet, strahlt am Nachmittag übers ganze Gesicht: "202 Fahrzeuge sind es bislang. Und da kommen sicher noch ein paar", sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung gegen 14.30 Uhr. Bis 16 Uhr läuft das Treffen noch, das pünktlich am Sonntag um 9.30 Uhr gestartet ist. "Schon eine halbe Stunde, nachdem wir aufgemacht hatten, war der Platz das erste Mal rappelvoll", sagt Klaus Herold. "Seitdem ist ein permanentes Kommen und Gehen." Und, was Herold ganz besonders freut: Erst kurz vor dem Gespräch mit unserer Zeitung sei er von einem Teilnehmer mit den Worten angesprochen worden, "dass das Treffen das schönste im weiten Umkreis sei, weil es so zwanglos ist", sagt Herold

 

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