Turniersieg in Bayreuth Hamburg gewinnt Expert-Jakob-Cup

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Zufriedene Gesichter bei den Hamburg Towers: Für den langjährigen Medi-Trainer Raoul Korner (in Jeans) hat sich die erste Rückkehr nach Bayreuth gelohnt. Foto: Fotograf Peter Kolb/Fotograf Peter Kolb

Mit dem Sieg der Hamburg Towers ist das Basketball-Turnier um den Expert-Jakob-Cup zu Ende gegangen. Im Endspiel gelang ein 99:93-Sieg gegen die Niners Chemnitz.

Die Hamburg Towers haben den Expert-Jakob-Cup 2022 gewonnen. Nachdem sich die Mannschaft des früheren Bayreuther Trainers Raoul Korner am Vortag mit 91:86 gegen die Gastgeber durchgesetzt hatte, gewann sie am Sonntag das umkämpfte Finale gegen die Niners Chemnitz mit 99:93 (49:52).

Die beiden diesjährigen Playoff-Viertelfinalisten lieferten sich in der ersten Spielhälfte einen intensiven Schlagabtausch, wobei sich bei Hamburg US-Spielmacher Kendale McCullum (10 Punkte) und der wie schon am Vortag auffällige Center-Neuzugang Yoeli Childs (12) besonders hervortaten. Auf der Gegenseite taten sich bei den Sachsen der ungarische Nationalspieler Marko Filipovity (10) und der litauische Spielmacher Arnas Velicka (sechs Punkte, fünf Assists) mehrfach aus.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es heiß umkämpft, 72:70 lagen die Chemnitzer vor dem letzten Viertel in Front. Dann übernahm bei Hamburg der im Halbfinale gegen Medi Bayreuth noch weitgehend blass gebliebene US-Spielmacher Kendale McCullum. Der Aufbauwirbelwind, der seine erste Bundesligasaison im Dress der Gießen 46ers als bester Vorbereiter (7,4 Assists), bester Balldieb (2,4 Ballgewinne) und neuntbester Werfer (15,6 Punkte) abgeschlossen hatte, versuchte es ein ums andere Mal auf eigene Faust und schraubte sein Punktekonto bis auf 32 Zähler in die Höhe. Hamburg konnte sich somit gegen zunehmend müde wirkende Chemnitzer etwas absetzen.

Tower-Coach Raoul Korner zog ein positives Fazit: „Die Rückkehr nach Bayreuth hat Spaß gemacht. Das ist schon ein tolles Turnier, das mittlerweile bundesweit für Qualität bekannt ist. Für uns waren es zwei gute Spiele, die Richtung stimmt – nicht zuletzt, weil uns ja mit unseren beiden EM-Teilnehmern Jonas Wohlfarth-Bottermann und Ziga Samar zwei ganz wichtige Spieler noch fehlen.“ Für den Österreicher war es die erste Rückkehr nach Bayreuth nach dem Ende seines sechsjährigen Trainerengagements bei Medi Bayreuth.

Hamburg Towers: Schoormann (8 Punkte / 2 Dreier), Paukste, Philipps (4), Möller (0), Meisner (6), Woodard (10/1), Cleary (6), McCullum (32/2), Hinrichs (0), Clark (13/2), Kozak (2), Childs (18).

Niners Chemnitz: Weidemann (8/2), Uguak (7/2), Richter (11), Gregori, Binapfl (1), Miller (6), Velicka (25/4), Susinskas (4), Mooney (8/2), Lockhart (6/1), Filipovity (11/2), Yebo (6).

Zuschauer: 750.

 

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