Vor 80 Jahren wurde der Truppenübungsplatz Grafenwöhr in der Oberpfalz durch die Nationalsozialisten nach Westen erweitert, mehr als 3500 Menschen in 58 Orten und Weilern mussten ihre vertraute Heimat verlassen. Heute zeugen nur noch vereinzelte Sandsteinmauern von den einst lebendigen Dörfern. In Erinnerung an die Zwangsabsiedlung organisierte der Heimatverein Grafenwöhr eine Sonderfahrt, an der rund 450 Menschen in acht Bussen teilnahmen. Das Interesse, sich die Wüstungen anzuschauen, die im militärischen Sperrgebiet des Übungsplatzes liegen, war riesengroß. Normalerweise kommt kein Zivilist hier rein.