Trotz Spielpause Anhaltende Personalsorgen bei Haspo

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Einiges vorgenommen hatte sich Mathias Bracher (Mitte) für die spielfreie Zeit. Oft hatte der Haspo-Trainer aber zu wenig Zuhörer. Foto: Imago/Peter Kolb

Drei spielfreie Wochen in der 3. Handball-Liga haben Haspo Bayreuth nicht die erhofften Fortschritte gebracht. Die Personalsituation bleibt angespannt.

Zwei spielfreie Wochenenden hatte der Terminplan der 3. Liga Ost seit dem 2. Oktober für Haspo Bayreuth vorgesehen – volle drei Wochen also, um sich nach bisher 1:9 Punkten auf das richtungsweisende Heimspiel am kommenden Samstag um 19.30 Uhr gegen den SV Anhalt Bernburg vorzubereiten. Doch die damit verbundenen Hoffnungen von Trainer Mathias Bracher haben sich kaum erfüllt.

„Wir konnten in dieser Zeit nicht konstant arbeiten, weil wir immer wieder Ausfälle hatten wegen Krankheit oder beruflicher Verpflichtungen“, berichtet der Haspo-Coach. „Und dass die verletzten Spieler sich auskurieren können, hat sich leider auch nur sehr bedingt bestätigt.“ Nur beim jungen Spielmacher Timo Böker, der zuletzt krankheitsbedingt gefehlt hat, sei eine Rückkehr ins Aufgebot sicher.

Als einen Schwerpunkt in diesen Trainingswochen nennt Bracher das Überzahlspiel: „Nicht nur mit sechs gegen fünf, sondern auch das Ausspielen von vier gegen drei, wenn sich eine Überzahl auf einer Seite ergibt.“ Das taktische Mittel eines siebten Feldspielers fiel dagegen schon den Personalproblemen zum Opfer: „Erst an diesem Montag hatten wir mal 13 Feldspieler beisammen. Außerdem brauchen wir dazu den verletzten Tobias Gretsch. Ohne so einen Spieler mit Wurfkraft aus der zweiten Reihe ist sieben gegen sechs ziemlich witzlos.“

Ein Augenmerk galt zudem den Alternativen für die Spielmacher-Position in der Rückraummitte, wo zuletzt beim ersten Punktgewinn bei den Sportfreunden Söhre (27:27) schon Linkshänder eingesetzt wurden, die den Gegner vor etwas ungewohnte Aufgagen stellen können. „Diesen Ansatz haben wir weiter verfolgt“, bestätigt Bracher. „Ich finde, Jo Ruoff macht das gut. Und das kann auch Oskar Eule, der schon beim HC Erlangen in der Jugend-Bundesliga gelegentlich auf der Mitte gespielt hat. Wenn dann auch Paul Saborowski mal wieder dabei ist, sind wir bei den Linkshändern wirklich sehr gut besetzt, und das gibt uns Spielraum für diese Variante.“

Obwohl aufgrund der anhaltenden Personalsorgen ein kurzfristiger Fortschritt keineswegs sicher ist, verhehlt der Haspo-Trainer nicht, dass gegen Bernburg (4:8 Punkte) und dann auch beim Northeimer HC (2:10) schon gewisser Erfolgsdruck besteht: „Auch Bernburg ist alles andere als eine schwache Mannschaft, aber es ist wenigstens keine Übermannschaft. Und danach wird es gegen Erlangen und in Magdeburg gleich wieder noch schwerer. Also ja: Wir sollten jetzt schon mal gewinnen.“

 

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