Triathlon nach schwerem Sturz abgebrochen

Von Sonny Adam

Beim Triathlon in Kulmbach stürzte eine 50-jährige Athletin zwischen Thurnau und Döllnitz schwer. Da sich die Frau schwerste Verletzungen zugezogen hat, brach die Polizei den Wettkampf ab.

Jay Wallwork gewann den Triathlon im vergangenen Jahr. Foto: Karl-Heinz Weber Foto: red

Die 50 jährige Frau hatte sich auf einen großen Wettkampf vorbereitet. Doch um kurz nach 11 Uhr war für die Athletin aus dem Landkreis Lichtenfels alles vorbei. Sie war mit ihrem Rad auf der Staatsstraße zwischen Thurnau und Döllnitz unterwegs. Plötzlich kam sie auf einer leichten Gefällstrecke aus bislang ungeklärten Gründen auf die Gegenfahrbahn und stürzte.

Nach der Werbung weiterlesen

In Lebensgefahr

Eine Frau, die ihr mit dem Auto entgegen kam, wich gerade noch rechtzeitig nach rechts in den Straßengraben aus, sodass Auto und Radfahrerin nicht zusammenprallten. Bei ihrem Sturz aber erlitt die Frau schwerste Verletzungen. Sie schwebt in Lebensgefahr.

Rettungsdienst und Notarzt kümmerten sich um die 50-Jährige, sie wurde schließlich ins Klinikum Kulmbach gebracht. Die Staatsstraße wurde komplett gesperrt. Die Ermittlungen zur Unfallursache, insbesondere die Vernehmung von Zeugen, hat die Polizei Kulmbach umgehend aufgenommen.

Veranstaltung abgebrochen

Der Einsatzleiter der Polizei Kulmbach Michael Kofler hat das Rennen nach dem tragischen Ereignis sofort abgebrochen. ”Wir haben diese Entscheidung sofort mitgetragen“, erklärt der Organisationsleiter des 34. Kapuziner Alkoholfrei Triathlons, Helmut Dorsch, auf Nachfrage des Nordbayerischen Kuriers.

Die 350 Athleten, die beim Kapuziner Triathlon dabei sein wollten, hatten für den Abbruch der Veranstaltung Verständnis. Doch viele machten keinen Hehl aus ihrem Wunsch, dass das Veranstaltungsgelände komplett abgesperrt gehört. „Die Organisation ist super, wir wollen gar keine Kritik üben. Aber solche Unfälle häufen sich. Lieber sollte man zehn Euro mehr Startgeld erheben und die Straße auf der Wettkampfstrecke für die Zeit des Wettkampfes komplett sperren“, sagt Katharina Kern aus Erlangen und spricht damit vielen Athleten und ihren Angehörigen aus der Seele.

Ihr Mann Sebastian Kern ist in der Bayernliga gestartet, war mit dem Fahrrad schon wieder im Ziel. „Wir werden von denen, die schon im Ziel waren, die Zeiten veröffentlichen, aber kein offizielles Ergebnis bekannt geben“, erklärt Organisationsleiter Dorsch.