Es ist ruhig geworden in der Oberen Stadt in Kulmbach. Wenigstens, was den unteren Teil dieses historischen Stadtviertels angeht. 2024 im Februar musste die „Cuba Lounge“ nach einem Dachstuhlbrand geschlossen werden und ist bis heute zu. An dem durch den Brand schwer beschädigten Haus wird immer noch gearbeitet. Kurz vor dem Bierfest im vergangenen Jahr musste der Wirt des griechischen Lokals „Delphi“ zusperren. Der Nachfolger des in Kulmbach lange Jahre sehr beliebten Wirts Kosta hat es wirtschaftlich nicht geschafft, musste Insolvenz anmelden. Auch dieses Restaurant ist seither zu. Es gibt keinen Nachfolger. Jetzt sind auch die Türen der „Zunftstube“ seit rund einer Woche geschlossen. An der Tür und im Schaukasten hängen Schilder. „Wegen Krankheit vorübergehend geschlossen“ steht darauf. In den Blumenkästen auf dem berühmten Buntglasfenster mit den Zeichen der Kulmbacher Handwerkszünfte sind die Pflanzen inzwischen verdorrt, hängen die Köpfe. Die Gerüchte über wirtschaftliche Probleme und sogar eine Insolvenz bei Zunftstuben-Wirt Guido Kögel reißen nicht ab, auch wenn bis Freitagmittag keine offizielle Insolvenznachricht veröffentlicht worden ist. Die Zweifel, ob das Kultlokal je wieder aufmachen wird, reißen nicht ab. Und nun kommen noch weitere Überlegungen hinzu: Wie wird das werden, wenn in wenigen Wochen in Kulmbach Altstadtfest ist und in der Oberen Stadt auf der selben Straßenseite gleich drei benachbarte Lokale geschlossen sind?
Treffpunkte stehen leer Altstadtfest in Kulmbach mit großen Lücken?
Melitta Burger 22.05.2026 - 17:00 Uhr