Tourismuskrone Mit Liebe zum Detail zum Sieg

Rosi Thiem
Die Preisträgerin Stefanie Niebuhr aus Geisfeld bei der Preisverleihung in der Kategorie Leuchtturm. Von links: Roland Wölfel, Ewald Maier,Landrat Hermann Ulm, Preisträgerin Stefanie Niebuhr, Landrat Florian Wiedemann, Markus Zweck und Bambergs stellvertretende Landrat Bruno Kellner. Foto: Rosi Thiem

Die diesjährige Tourismuskrone wurde in Betzenstein in den Kategorien Innovation und Leuchtturm verliehen.

Die Discgolfschule in Gößweinstein und das Gästehaus Luisenhof in Geisfeld sind die diesjährigen Preisträger der Tourismuskrone Fränkische Schweiz 2022. Die Preisverleihung gab es bereits zum vierten Mal.

„Es war heuer wieder eine bunte Mischung mit insgesamt 14 Bewerbungen aus verschiedenen Branchen, wie Freizeiteinrichtungen, Brennereien, Gastronomie, Kultureinrichtungen und zwei Museen, die die Jury erreicht haben“, erklärte Forchheims Landrat Hermann Ulm im Schlosshotel Betzenstein. Insgesamt wurden zwei Preise verliehen. „Einmal für die Kategorie Innovation und einmal für die Kategorie Leuchtturm“, erklärte Roland Wölfel, Geschäftsführer der cima Forchheim, der durch die Preisverleihung führte.

Im Bereich Innovation galt es, Neues, Besonderes und Außergewöhnliches für touristische Ziele zu entwickeln und zu verwirklichen. Hierzu stellten die Sparkasse Forchheim – hier war Vorstandsvorsitzender Ewald Maier, der auch Ideengeber der Tourismuskrone ist, vor Ort - in Kooperation mit der Sparkasse Bayreuth, vertreten durch Markus Zweck, 2500 Euro Preisgeld zur Verfügung.

In der Kategorie Leuchtturm wurde ein weiterer Preis verliehen. „Leuchtturmbetriebe sind Vorbild für andere und erhalten als Gewinn eine Werbepräsenz im Wert von 1000 Euro, die von der Tourismuszentrale Fränkische Schweiz gesponsert wurde“, so Landrat Ulm.

Keine leichte Entscheidung

„Ein so umfangreiches Projekt wie die Tourismuskrone ist nur gemeinsam möglich. Daher möchte ich mich ganz herzlich bei den Unterstützern bedanken: Den Sparkassen Forchheim und Bayreuth, welche die Geldpreise und Skulpturen zur Verfügung gestellt haben, sowie der Tourismuszentrale für die tolle Organisation und den Jurymitgliedern: Regierung Oberfranken, Dehoga Bayern, Oberfranken Offensiv, cima und Genussregion Oberfranken.“

Geladen waren alle nominierten Bewerber beider Kategorien. Spannend wurde es zweimal und für die Jury nicht einfach. Zum einen, als Vorstandsvorsitzender Ewald Maier den Gewinner der Kategorie Innovation verkündete: „Es ist die Discgolfschule Leinen-Los in Gößweinstein. Minigolf und Golf kennen wir alle – aber wer von uns hat schon einmal Discgolf gespielt? Statt Golfbälle werden hierfür spezielle Frisbeescheiben verwendet. Das Ziel sind hier keine Löcher im Boden, sondern Metallkörbe mit Ketten und statt Golfschläger werden Discgolfscheiben benutzt, die verschiedene Flugeigenschaften aufweisen“, stellte Maier in seiner Laudatio vor. „Die Discgolfschule Leinen-Los überzeugte uns mit ihrem originellen Konzept dieses neuartigen, naturnahen Freizeitsports.“ Inzwischen ist der Parcours Treffpunkt für Sportler und Interessierte aus ganz Deutschland und im kommenden Jahr wird nach dem Inhaber Thomas Mehl in Gößweinstein im Oktober kommenden Jahres die Deutsche Meisterschaft mit 150 Teilnehmern ausgetragen. Dazu auch der glückliche Teammitarbeiter Lars Birkner, der den Preis entgegennahm: „Wir gründeten die Discgolfschule im letzten Jahr und haben ganzjährig geöffnet. Mit unserem Erfolg wollen wir auch zeigen, dass unsere Region interessant und lebenswert ist.“

Kategorie Leuchtturm

Den zweiten spannenden Moment gab es, als Bayreuths Landrat Florian Wiedemann den Gewinner der Kategorie Leuchtturm, das Gästehaus Luisenhof, verlas. „Mitten in Geisfeld in der Dorfstraße steht ein schmuckes Fachwerkhaus, das gleich ins Auge fällt. Das familiengeführte Gästehaus Luisenhof ist ein rundum gelungenes Projekt, welches vor einigen Jahren noch im Dornröschenschlaf lag. Das Konzept ist hier durchweg auf Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit ausgelegt“, betonte Wiedemann. Er bezeichnete die Familie Niebuhr als Mutmacher für die Region. „Die Familie wagte den Komplettumbau der alten Scheune und hat es geschafft, Tradition und Moderne stilvoll zu verbinden. Das denkmalgeschützte Fachwerkhaus ist mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet und das Warmwasser wird in der Hauptsaison komplett von Sonnenkraft erwärmt. Beim Frühstück wird auf Produkte mit Palmöl verzichtet und es werden hauptsächlich Fairtrade und regionale Produkte zum Frühstück serviert. Ein weiterer Service ist die E-Ladestation. Die kompletten Umbauten wurden von Handwerksbetrieben aus der Region durchgeführt“, zollte Wiedemann Respekt. Dazu die überraschte Preisträgerin Stefanie Niebuhr: „Jetzt kann ich mich wirklich so sehr freuen. Ich arbeite sieben Tage in der Woche – das ist jetzt Glück für mich“, lachte sie strahlend und zeigte ihre gewonnene Skulptur, die zuhause einen besonderen Platz bekommen soll.

Urkunde statt Preisgeld

Auch die nicht mit einem Preisgeld ausgezeichneten, aber dennoch nominierten Teilnehmer, erhielten eine Urkunde. Cima Geschäftsführer Roland Wölfel – und ebenfalls Mann der ersten Stunde der Tourismuskrone - stellte im Vorfeld die einzelnen Bewerber vor.

Nominiert für den Bereich Leuchtturm waren außer dem Luisenhof: Der Förderverein Höhenschwimmbad in Gößweinstein, das in einzigartiger Lage naturverträgliches Badevergnügen bietet; die Obstwiese Schmitt in Oberehrenbach; die Umweltstation Lias-Grube in Eggolsheim; der Erlebnispark Schloss Thurn in Heroldsbach und die Wiegand Erlebnisberge in Pottenstein.

Nominiert und mit Urkunde ausgezeichnet für die Kategorie Innovation wurden auch das Hüttendorf Püttlach; das Nachttopf Museum Partenfeld und das Wongersch Stodl in Bieberbach, ein privat geführtes Museum.

„Es ist möglich, sich auch im nächsten Jahr 2023 wieder zu bewerben – mit neuen und außergewöhnlichen Ideen für den Betrieb“, spornte der Manager Roland Wölfel alle Interessierten an und freute sich schon auf die neuen spannenden Bewerbungen für die 5. Tourismuskroneverleihung im nächsten Jahr.

 

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