Tom Hanks gab während der Oscar-Gala in der Nacht zum Montag den 14. Dezember 2020 bekannt. Noch heute früh hätte er dort Gipsplatten aufgestellt und Brad Pitt habe mit nacktem Oberkörper auf dem Dach gearbeitet, witzelte der Oscar-Preisträger, der dem Vorstandsgremium angehört. Los Angeles habe zahlreiche Museen, sogar ein Selfie-Museum, aber bisher keine Filmkunst-Einrichtung.

2012 hatten die Oscar-Akademie und der italienische Stararchitekt Renzo Piano die Pläne für den Bau verkündet. Das zunächst mit Kosten von 200 Millionen Dollar veranschlagte Museum sollte im Jahr 2016 eröffnet werden. Die Baukosten haben sich fast verdoppelt. Stars wie Steven Spielberg, Barbra Streisand und George Lucas aber auch Filmstudios, Stiftungen und Firmen spendeten Millionenbeträge.

Gebaut wird es auf dem Gelände des Los Angeles County Museum of Art (LACMA). Auf knapp 30 000 Quadratmetern sollen Teile der Sammlung der Oscar-Akademie zu sehen sein, darunter Filme, Poster, Fotos, Drehbücher, Requisiten und Kostüme. In einer großen Kugel-Konstruktion ist ein Großraumkino mit 1000 Plätzen.

Dem Kuratoren-Team gehört Jessica Niebel an, die zuvor beim Frankfurter Filmmuseum tätig war. Die Deutsche betreut unter anderem die erste Sonderausstellung des Museums über das Werk des japanischen Zeichentrick-Meisters Hayao Miyazaki.