Tödlicher Unfall bei Arzberg Fußgänger stirbt bei Spaziergang mit Hund

Matthias Bäumler
Auf Höhe der Einfahrt nach Elisenfels ereignete sich am frühen Dienstagmorgen der tödliche Unfall Foto: /Matthias Bäumler

Ein Auto erfasst den Mann in den frühen Morgenstunden auf der Kreisstraße bei Elisenfels. Die Fahrerin erleidet einen Schock.

Arzberg - Ein 48 Jahre alter Marktredwitzer, der derzeit in Arzberg lebt, ist bei einem Unfall am Dienstag in den frühen Morgenstunden getötet worden. Der Mann war gegen 4.30 Uhr mit seinem Hund auf der Kreisstraße aus Richtung Arzberg kommenden unterwegs, als ihn eine Autofahrerin aus noch ungeklärter Ursache erfasste.

Laut Polizei waren die Straßenverhältnisse zu der frühen Stunde völlig unproblematisch. Offenbar hat die 33 Jahre alte Frau aus dem Landkreis Wunsiedel, die ebenfalls von Arzberg kommend auf der Straße fuhr, den Mann nicht gesehen. Ein Beamter der Polizeiinspektion Marktredwitz konnte zwar nicht sagen, ob das Unfallopfer schwarz gekleidet war, „allerdings war der Mann schwer zu erkennen“.

Dem Vernehmen nach ging der 48-Jährige auf Höhe der Einfahrt nach Elisenfels nicht am Rand, sondern etwas weiter innerhalb der Fahrbahn. „Ob er die Straße hier überqueren wollte, ist noch nicht geklärt“, sagt ein Beamter im Gespräch mit der Frankenpost. Hier fehlten der Polizei noch wesentliche Erkenntnisse.

Die nach dem Aufprall sofort verständigten und rasch eingetroffenen Rettungskräfte versorgten den Mann zunächst an der Unglücksstelle und brachten ihn anschließend in ein Krankenhaus. Hier erlag er wenig später den Unfallfolgen. Die Autofahrerin erlitt einen Schock.

Rettungskräfte schnell zur Stelle

Ein Verkehrsexperte der Marktredwitzer Polizei hat sich ein Bild vom Unfallgeschehen und der Straßensituation gemacht und wird seine Erkenntnisse dem Landratsamt und dem Staatlichen Bauamt als für die Verkehrsführung zuständige Behörden übermitteln. Wie erst vor wenigen Tagen berichtet, ist es auf dem Straßenabschnitt in den vergangenen Wochen immer wieder zu Wildunfällen gekommen.

Der Arzberger Bürgermeister Stefan Göcking zeigte sich tief betroffen von dem Unglück. Vor Jahren habe die Stadt angeregt, hier einen Geschwindigkeitstrichter zu installieren, der den Verkehr verlangsame. Das sei seinerzeit nicht zu verwirklichen gewesen. „Allerdings ist natürlich nicht gesagt, dass der Unfall mit einem Geschwindigkeitstrichter vermieden worden wäre.“

Warum der Mann zu nachtschlafender Zeit mit seinem Hund auf der Kreisstraße unterwegs war, müssen die Ermittlungen ergeben. Ob er möglicherweise tatsächlich lediglich die Straße überqueren wollte, ist ebenso wenig bekannt.

Ermittlungen laufen noch

Ein Sachverständiger unterstützte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Hof die Polizei bei der Unfallaufnahme. Die weiteren Ermittlungen zum genauen Unfallhergang und zur Ursache dauern nach wie vor an.

Während der polizeilichen Arbeit und der Räumung der Unfallstelle war die Kreisstraße für gut zweieinhalb Stunden in beide Richtungen komplett gesperrt.

Wie ein Beamter der Frankenpost sagte, handelte es sich beim Hund des Verstorbenen um ein etwas größeres Tier. Einer der Polizisten, der an der Aufnahme des Unfalls beteiligt war, ist auch ein erfahrener Diensthundeführer. Dieser fing das verstörte Tier ein und brachte es unversehrt nach Breitenbrunn ins Tierheim, dessen Mitarbeiter sich um den Hund kümmerten.

Der Sachschaden beläuft sich nach erster Schätzung der Polizei auf rund 6000 Euro.

 

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