Titel verteidigt Lia Schrievers wieder Deutsche Meisterin

Im Zielsprint hatte Lia Schrievers (links) das bessere Ende für sich. Die Neudrossenfelderin verwies ihre härteste Konkurrentin Nadine Rieder auf Rang zwei. Foto: Ego-Promotion

MOUNTAINBIKING. Auch von einem Magen-Darm-Virus hat sich Lia Schrievers nicht aufhalten lassen. Die für das German Technology Racing Team startende Neudrossenfelderin verteidigte im unterfränkischen Wombach ihren Deutschen Meistertitel im Eliminator Sprint.

Mit der zweitschnellsten Zeit hatte Schrievers in der Qualifikation bereits Selbstvertrauen tanken können. Danach ging es im K.o.-Modus weiter, wobei von den vier Starterinnen die zwei schnellsten in die nächste Runde einzogen. Während die Neudrossenfelderin ihr Viertelfinale souverän überstand, musste sie im Halbfinale zittern. Erst auf den letzten Metern gelang es ihr, Marion Fromberger, die WM-Dritte von 2018 und Siegerin des Weltcup-Auftakts in Barcelona, von Platz zwei zu verdrängen. Am Start hatte sich Schrievers im Positionskampf noch zurückgehalten.

Für das Finale zog sie die richtigen Schlüsse daraus. Die Neudrossenfelderin setzte sich kurz vor der Abfahrt an die Spitze und verteidigte ihren Meistertitel von vorne, allerdings musste sie sich noch einer Schlussattacke von Nadine Rieder (Sonthofen) erwehren.

Im Ziel war sie völlig überwältigt. „Am Dienstag lag ich noch mit Magen-Darm-Beschwerden im Bett, mein Trainer meinte, ich brauche gar nicht anzutreten. Das hier ist echt ein Wunder, da geht der Dank auch nach oben“, wird Schrievers auf der Homepage des Veranstalters zitiert. Bronze ging an Kim Anika Ames (Hirzweiler), Vierte wurde Clara Brehm (Waldaschaff).

Aufhorchen ließ in dieser Disziplin auch Raphaela Richter (29er-Racing Team). Die Enduro-Spezialistin aus Eckersdorf war im Einzelzeitfahren auf Rang fünf gelandet. Sie startete entsprechend furios ins Viertelfinale. Richter ging nach 150 Metern als Führende in die Abfahrt, riss eine Lücke und suchte ihr Heil in der Flucht. Rund 50 Meter vor dem Ziel wurde sie jedoch zunächst von Ames und schließlich auch von Fromberger abgefangen.

Lucie Hückmann in der Sichtung auf Rang drei

Eine beherztes Rennen zeigte die Bayreutherin Lucie Hückmann (U 15) beim dritten Lauf zur Bundesnachwuchssichtung, der ebenfalls in Wombach ausgetragen wurde. Die junge Bayreutherin setzte sich früh im Vorderfeld fest, überquerte nach knapp 35 Minuten als Jahrgangsbeste auf Rang fünf die Ziellinie und durfte somit ebenfalls an der Siegerehrung auf der großen Bühne teilnehmen.

Im Rennen der U 17-Klasse konnte Niklas Popp zwar drei gleichmäßige Rundenzeiten fahren, für mehr als Platz 51 fehlte an diesem Tag allerdings die Tempohärte. Jaro Bräunig fuhr auf Position 60, während Fabio Gabsch in der ersten Runde ausfiel. Elias Hückmann landete in der U 13 auf dem ungefährdeten dritten Platz unter 30 Startern. Sein Bruder Aaron (beide Team Icehouse) war in der U 9 der Schnellste.


Info: Lia Schrievers ging bei den nationalen Titelkämpfen auch noch im Cross-Country-Wettbewerb an den Start. Mit Platz fünf durfte die Studentin angesichts ihrer kurz zuvor überstandenen Krankheit durchaus zufrieden sein.

 

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