Titanwurz im Botanischen Garten Der siebte Stinker kommt

Auch wenn viel Arbeit damit verbunden ist: im Bayreuther Botanischen Garten freut man sich riesig über eine neue Titanwurz-Blüte. Die siebte bereits seit 2014.

So langsam wird sie schon fast lästig: Bei einer der vier Titanwurze (Amorphophallus titanum), die im Bayreuther Botanischen Garten stehen, wird in der kommenden Woche eine Blüte erwartet. Und das, nachdem Ostern erst eine ihre Blüte, die an ein bordeauxfarbenes Plisseegewand erinnert, entfaltet hatte. Tausende Besucher hatten sich das ungewöhnliche Spektakel der größten Blume der Welt nicht entgehen lassen.

Blüte und Blatt

Das ist nun die siebte Titanwurzblüte im Bayreuther Botanischen Garten. Das besondere diesmal: Neben der entstehenden Blüte gibt es auch eine weitere Pflanze, die gerade ein Blatt entwickelt. Marianne Lauerer: „Das ist die Pflanze, die 2021 geblüht hat. In der Corona-Zeit und daher ohne Publikum.“ Beide werden im Tropenwaldhaus gezeigt. Lauerer: „Wir freuen uns über die Stinker.“

Webcam ist aktiv

Auf der Homepage des Botanischen Gartens (obg.uni-bayreuth.de) können Interessenten auch jetzt wieder über die Webcam das Aufblühen beobachten. Wenn es soweit ist, wird der Botanische Garten auch wieder seine Öffnungszeiten in die Abendstunden hinein verlängern.

Abends stinkt sie

Die Titanwurz bringt die größte Blume der Welt hervor. Sie kann mehrere Meter hoch werden, blüht allerdings nur zwei Tage und Nächte. Nur am ersten Abend verströmt sie einen Aasgeruch, einen Geruch nach verwesendem Fleisch und faulen Eiern, um spezielle Käfer und Insekten zur Bestäubung anzulocken. Das Aronstabgewächs ist in den Regenwäldern Sumatras (Indonesien) zuhause. Entdeckt wurde sie 1878 von dem italienischen Botaniker Odoardo Beccari. Ihre Kultur in botanischen Gärten ist gar nicht so einfach, da ihre riesige Knolle sehr empfindlich ist und leicht von Pflanzenschädlingen befallen wird.

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