Frischzellenkur für Kurhaus Sibyllenbad soll in den nächsten Jahren für 7,8 Millionen Euro saniert werden

Udo Fürst

TIRSCHENREUTH. Eine Frischzellenkur bekommt das Sibyllenbad in Neualbenreuth im Landkreis Tirschenreuth. Das Kurmittelhaus und der Wellnessbereich wird in den nächsten Jahren mit einem Aufwand von 7,8 Millionen Euro generalsaniert. Dies beschloss der Zweckverband Sibyllenbad in seiner jüngsten Sitzung.

 Foto: red

Einstimmig billigte die Verbandsversammlung den vorläufigen Fahrplan für das Projekt. „Ein gewisser Verbrauch ist nach 15 Jahren da“, betonte Bezirkstagspräsident Franz Löffler bei der Zusammenkunft im Landratsamt Tirschenreuth. Einzige Einschränkung: Die Fördermittel müssen wie geplant fließen.

Nach der Werbung weiterlesen

„Zu den Kosten stehen“

Unter anderem soll ein neues Therapiebecken für kleinere Gruppen gebaut werden. Eine Vergrößerung der Wasserflächen sei dagegen nicht förderfähig. Im Moment geht die Planung von Fördermitteln in Höhe von rund 4,8 Millionen Euro aus, rund 1,8 Millionen Euro stehen bereits zur Verfügung – unter anderem aus Umlagen. Für den Zweckverband bliebe damit eine Umlage für die Investitionen von etwa 1,2 Millionen Euro – zusätzlich zu den Betriebskosten.

Nicht weiter verfolgt wurde die abgespeckte Version mit 6,7 Millionen Euro Investitionen. In dieser wäre die Neugestaltung des Besucherbereichs aufgeschoben sowie auf einen Anbau für den medizinischen Bereich verzichtet worden. Löffler mahnte an, dass man hinterher auch zu den Kosten stehen müsse.

Architekt Winfried Lebok aus Lichtenfels informierte über die Einzelheiten, wobei er die Brandschutzbestimmungen mit rund 1,4 Millionen Euro als eine der größeren Maßnahmen benannte. Dies sei nötig, weil kein flächendeckendes Brandmeldesystem vorhanden sei. „Das ist bei einer durchschnittlichen Besucherzahl von 790 Gästen täglich unerlässlich“, wie zuvor Werkleiter Gerhard Geiger vermeldete. Ein ebenfalls größerer Posten ist die Sanierung der Badehalle. Der Architekt betonte, dass der Bereich um die Becken durchfeuchtet sei, wodurch im lauf der Jahre gravierende Schäden unter anderem an der Dämmung entstanden seien. „Damit ist ein kompletter Rückbau bis zum Rohbau-Zustand erforderlich“, machte Lebok deutlich. Ebenfalls saniert werden müssten der WC-Bereich mit den Duschräumen.

Foto: red