Tigers-Trainingsauftakt Trainer Kujala legt gleich richtig los

Alles hört auf sein Kommando: Schon beim ersten Vorbereitungstraining auf die neue DEL2-Saison gönnt Trainer Petri Kujala (links) seinen Bayreuth Tigers nur wenig Verschnaufpausen. Foto: Peter Kolb

EISHOCKEY. "Es ist ein bisschen wie am ersten Schultag nach den großen Ferien, ein riesiges Hallo. Alle freuen sich, alle sind aufgeregt.“ Bei Matthias Wendel ist das nicht anders. „Es kribbelt gewaltig“, sagt der Geschäftsführer der Bayreuth Tigers und findet den Vergleich zwischen dem Trainingsauftakt und einem ersten Schultag deshalb so treffend, weil er diesmal einen Großteil seiner bekannten Schützlinge wieder begrüßen durfte, nachdem er ihn vor über einem Vierteljahr in die Ferien entlassen hatte.

Auch Trainer Petri Kujala ist die Freude anzusehen. „Dieser erste Tag ist immer etwas Besonderes. Man freut sich auf die vertrauten Gesichter und ist gespannt auf die neuen“, sagt der 48-jährige Finne, der immerhin 16 Akteure aus der Vorsaison zusammen mit seinem Co-Trainer Mikko Rämö willkommen heißen durfte, dazu die Neuzugänge Tomas Schmidt, Nico Kolb, Martin Davidek, Tyler Gron, Tim Zimmermann und Markus Lillich. Begrüßt wurden die Spieler bei ihrer Einheit nicht nur von dem Trainerduo und rund 50 Zaungästen, sondern auch von einem Banner entlang der Gegengerade. „Die graue Maus will wieder raus und hat sich in gelb-schwarz gehüllt. Auf dass der Tiger wieder brüllt“, hatte die Sektion Tigers Fans gereimt.

33 Tage Vorbereitung bis zum ersten Spiel

Dass die Tigers gewillt sind, ihr Graues-Maus-Image endgültig abzulegen, wurde schon bei der ersten Einheit im Tigerkäfig deutlich. Lange Intervallläufe, kurze Antritte, Schnellangriffe in Überzahl: Es ging sofort ordentlich zur Sache – mit und ohne Puck. „Wir sind im Vergleich zur Konkurrenz ja auch schon eine Woche hinterher“, rechtfertigte Petri Kujala sein knackiges Auftakttraining mit der relativ späten Eisbereitung in Bayreuth. Lediglich 33 Tage haben die Bayreuther nun Zeit, bis sich die kräftig aufgerüsteten Tölzer Löwen zum Saisonstart im Bayreuther Eisstadion vorstellen. „Das ist genau der richtige Gegner für uns – gleich ein Topteam, da knacken wir sicherlich die 2000-Zuschauer-Grenze“, frohlockt Matthias Wendel.

Die Tigers bereiten sich mit bis zu drei Einheiten am Tag auf die neue DEL2-Saison vor, wobei zwei in der Regel auf dem Eis stattfinden werden. „Off-Ice-Training gibt es natürlich auch“, sagt Kujala. Das aber werde vornehmlich im Kraftraum stattfinden. Die Laufeinheiten außerhalb des Stadions dienten ausschließlich der Regeneration.

Alle Akteure topfit

Obgleich die Konditionsarbeit breiten Raum in den ersten Tagen der Vorbereitung einnehmen wird, sind die athletischen Grundlagen bereits gelegt. „Den jungen Spielern habe ich einen Trainingsplan mitgegeben, die älteren wissen selbst am besten, was sie brauchen“, sagt Kujala. Und Matthias Wendel vermutet, dass es sich keiner seiner Spieler erlaubt haben dürfte, nicht topfit zum Auftakt zu erscheinen. „Aufgrund der Größe unseres Kaders unterliegen die Spieler automatisch einem gewissen Erfolgsdruck. Und das wissen sie auch.“

Bei der Trainingsgestaltung setzt der Tigers-Coach auf viel Bewährtes, Langeweile werde trotzdem nicht aufkommen, vermutet er. Zudem gebe es ja auch noch die eine oder andere Teambuilding-Maßnahme. Diese allerdings stellen den Tigers-Coach vor eine ganz besondere Herausforderung, wie er zugeben muss. „Früher war das einfach. Da hast du fünf Kisten Bier nach dem Training in die Kabine gestellt und hast dann acht leere wieder rausgeholt. Heutzutage hast du Glück, wenn du nicht viereinhalb volle wieder mitnehmen musst“, sagt Kujala mit einem breiten Grinsen.


Info: Das erste Testspiel bestreiten die Tigers am Donnerstag, 22. August, um 19.30 Uhr gegen den tschechischen Zweitligisten HC Sokolov, ehe es am Sonntag, 25. August, um 16 Uhr zum Ligarivalen EC Bad Nauheim geht. Das Rückspiel gegen die Wetterauer findet am 30. August (19.30 Uhr) im Tigerkäfig statt.

 

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