Tigers-Neuzugang Markus Lillich kommt aus Kaufbeuren

Ein harter, präziser Abschluss zählt zu den Stärken von Tigers-Neuzugang Markus Lillich (rechts). Foto: red

EISHOCKEY. Jung, ehrgeizig, talentiert und eine neue Herausforderung suchend: Markus Lillich passt mit diesen Eigenschaften exakt ins Beuteschema von Petri Kujala. Nicht umsonst hat sich der Coach der Bayreuth Tigers um den Stürmer des ESV Kaufbeuren bemüht. Und das mit Erfolg: Denn Lillich hat nun für die kommende DEL2-Saison in Bayreuth unterschrieben, um hier, wie er sagt „den nächsten Schritt“ zu machen. „Bayreuth ist für junge Spieler eine sehr gute Adresse.“

Nach Tim Zimmermann ist Lillich der zweite Neuzugang bei den Tigers. Und wie das aus Regensburg zurückgekehrte Eigengewächs ist der gebürtige Memminger erst 19 Jahre alt.

Anders als Zimmermann hat sich der 178 cm große Stürmer seine Sporen im Erwachsenenbereich aber schon verdient. Beim ESV Kaufbeuren mauserte er sich während der zurückliegenden Saison zur Stammkraft und schlüpfte in den Playoffs an der Seite von Florin Thomas und Daniel Oppolzer in der dritten Sturmreihe der Allgäuer hin und wieder sogar in eine tragende Rolle, die er mit jeweils einem Treffer gegen Weißwasser und Ravensburg untermauerte.

Zuvor hatte er in 37 DEL2-Hauptrundenspielen neun Scorerpunkte (6 Tore, 3 Vorlagen) markiert. Für den Kaufbeurer Kooperationspartner, den Oberligisten ECDC Memmingen, war er in der zurückliegenden Spielzeit 14 Mal aufgelaufen und hatte dabei weitere sechs Punkte (3/3) verbucht.

Lillich mit drei Toren gegen Bayreuth

Einsatzfreude und Torjägerqualitäten haben Petri Kujala besonders imponiert, wobei er in zwei Spielen selbst auch Leidtragender des Lillich’schen Torriechers war. Beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams in Bayreuth, das Kaufbeuren mit 6:5 nach Verlängerung gewann, erzielte Lillich das 2:0. Beim 4:3 Auswärtssieg der Tigers im Februar überwand der 19-Jährige den damals im Bayreuther Tor stehenden Timo Herden sogar zweimal. „Das ist mir schon aufgefallen“, sagt Petri Kujala und adelt seinen Neuzugang als guten Schlittschuhläufer, „der den direkten Weg zum Tor sucht. Sein großes Potenzial hat er gerade gegen Ende der Saison und auch in den Playoffs unterstrichen“.

Markus Lillich selbst zählt „einen guten Schuss und ein gutes Auge“ zu seinen herausragenden Merkmalen auf dem Eis, abseits davon werde er als „offener, kontaktfreudiger Typ“ wahrgenommen, sagt er. Deshalb hat er keinerlei Manschetten vor Bayreuth, obwohl er hier komplettes Neuland betritt. Die Stadt kennt er ebenso wenig wie seine neuen Mannschaftskameraden.

Von Trainer Petri Kujala weiß er zumindest, „dass er jungen Spielern großes Vertrauen schenkt“. Auch die Finnen in Kaufbeuren, Sami Blomqvist, Ossi Saarinen und Jere Laaksonen, haben sich laut Lillich sehr wertschätzend über den Bayreuther Trainer geäußert. Kennenlernen wird er ihn aber erst bei der Vorbereitung im August. Das Individualtraining im Sommer wird der Kaufbeurer noch in seiner Heimat absolvieren.

Verteidiger Noah Nijenhuis verlängert

Einen weiteren Beitrag zu „Jugend forscht“ bei den Tigers wird auch Noah Nijenhuis leisten. Der 20-jährige Verteidiger verlängerte seinen Vertrag um ein weiteres Jahr. Der gebürtige Münchner, der vor der Saison aus Sonthofen gekommen war, absolvierte 19 Partien für die Tigers und wurde in weiteren 19 Spielen per Förderlizenz beim Oberligisten VER Selb eingesetzt.

Als Nijenhuis signalisiert habe, in Bayreuth bleiben zu wollen, sei es für ihn keine Frage gewesen, ihn mit einem Vertrag auszustatten, sagt Petri Kujala. „Noah hat in den ersten 15 Spielen bei uns sehr gut gespielt. Das ist bloß nicht so im Gedächtnis geblieben, weil wir da als Mannschaft nicht gut waren“, blickt der 48-jährige Finne zurück. „Noah hat auch in Selb seine Sache sehr gut gemacht. Allerdings sehe ich ihn in der kommenden Saison weniger in Selb als vielmehr bei uns.“


Info: Aktuell stehen bei den Tigers folgende Spieler unter Vertrag: Brett Jaeger, Timo Herden (Tor); Martin Heider, Henry Martens, Simon Karlsson, Nicklas Mannes, Gustav Veisert, Noah Nijenhuis (Abwehr); Michal Bartosch, Sebastian Busch, Kevin Kunz, Ivan Kolozvary, Tim Richter, Ville Järveläinen, Tim Zimmermann, Markus Lillich (Sturm).

 

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