Tigers auf Talfahrt Bayreuther unterliegen Kaufbeuren mit 1:2

Die Talfahrt der Bayreuth Tigers in der DEL2 hält weiter an. Die Mannschaft von Trainer Petri Kujala kassierte am Freitagabend mit dem 1:2 (1:1, 0:1, 0:0) gegen den ESV Kaufbeuren die vierte Niederlage in Folge. Das Ergebnis war knapp, am Ende war der Sieg der Gäste aber vor allem deshalb verdient, weil sie das zielstrebigere, aggressivere und siegeswilligere Team gestellt hatten. Die Bayreuther indes wirkten gerade in der Crunchtime ideenlos, ihnen fehlte auch der allerletzte Zug zum gegnerischen Tor, das zudem von ESVK-Goalie Stefan Vajs exzellent gehütet wurde.

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Nicht von ungefähr war auch Petri Kujala enttäuscht vom Angriffsspiel seines Teams. Man dürfe sich nicht nur auf sein zweifelsohne vorhandenes Talent verlassen, sondern müsse „auch einmal dreckig“ spielen, sagt der 51-jährige Finne.

Die Tigers waren schon schwer in die Partie gekommen. Es schien so, als steckten ihnen die drei vorangegangenen Niederlagen in den Knochen. Sie wirkten fahrig und waren wenig griffig, gerieten nach einem Patzer von Torhüter Timo Herden, der eine harmlose Scheibe direkt vor die Füße von ESVK-Torschütze Max Oswald fallen ließ, in Rückstand und sahen sich auch danach immer wieder gefährlichen Angriffen der Gäste gegenüber.

Die Allgäuer sorgten dann aber selbst dafür, dass die Bayreuther ins Spiel kamen. Eine Spieldauerstrafe gegen Brandon Gracel nach einem Stockstich an Luke Pither bestrafte der zum Verteidiger umfunktionierte – und in dieser Rolle durchaus überzeugende - Frederik Cabana mit dem Ausgleich noch vor dem Drittelende. Das war der Weckruf, die Bayreuther zogen die Zügel an und erarbeiteten sich Chancen en masse. Alleine Ville Järveläinen vergab drei Mal aussichtsreich. So folgte das Unvermeidliche: Nach einer erneuten Großchance des kleinen Finnen schalteten die Joker blitzschnell um und erzielten durch Sami Blomqvist die erneute Führung.

Christian Kretschmann an den Innenpfosten

Zu Beginn des Schlussabschnitts sah noch alles danach aus, als könnten die Tigers die Partie drehen. Sie waren obenauf. Unter anderem traf Christian Kretschmann nur den Innenpfosten. Je länger die Partie aber dauerte, desto planloser und umständlicher wurden die Angriffsaktionen. Die nun tief stehenden Allgäuer hatten alles im Griff. Und wenn doch einmal eine Scheibe den Weg in Richtung Tor fand, stand da mit Stefan Vajs eben noch ein herausragender Torhüter.

Alles in allem boten die Bayreuther eine enttäuschende Vorstellung. Lediglich Cabana, der eifrige Dani Bindels und der glücklose, aber stets präsente Järveläinen waren die Lichtblicke im tristen Grau des Tigerkäfigs.

Bayreuth Tigers: Herden – Davis, Cabana; Pokovic, Zimmermann; Stiefenhofer, Pruden, Gabriel – Järveläinen, Kolozvary, Hohmann; Ribarik, Kretschmann, Bindels; Ratmann, Pither, Meier; Schumacher.

ESV Kaufbeuren: Vajs – Sturm, Schütz; Thiel, Koziol; Pavlu, Echtler - Lillich, Spurgeon, Lammers; Gracel, Lewis, Blomqvist; Krauß, Oswald, Schweiger; Voit, Burghart.

SR: Kannengießer, Lajoie; Zuschauer: 1140.

Strafminuten: Bayreuth 4, Kaufbeuren 2 plus 5 plus Spieldauer gegen Gracel.

Tore: 0:1 (3.) Oswald (Krauß, Echtler), 1:1 (20.) Cabana (Järveläinen, Hohmann - 5 gegen 4), 1:2 (28.) Blomqvist (Vajs, Echtler).

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