Oberfranken "Unbedachtes Fotografieren" bedrängt Eisvögel

Ein Eisvogel sitzt mit einem kleinen Stichling im Schnabel auf einem Ast über einem Wassergraben. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Sie sind offenkundig dank ihres ungewöhnlichen Gefieders ein beliebtes Fotomotiv - und geraten deshalb in Bedrängnis.

Bamberg (dpa/lby) - Das Klima- und Umweltamt der Stadt Bamberg warnt davor, Eisvögel zu fotografieren und dadurch zu verschrecken. Durch soziale Netzwerke habe sich das Problem noch verschärft, teilte die Kommune mit.

Teilweise seien sogar Klangattrappen abgespielt worden, um die Tiere anzulocken. Die Vögel seien dadurch aber stark irritiert, weil sie Revierkonkurrenz fürchteten - das könne bis zum Abbruch der Brut führen. Man soll also auf "unbedachtes Fotografieren" der Vögel verzichten, vor allem in der Paarungs- und Brutzeit.

Eisvögel stehen in Bayern auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Auffällig sind ihr prächtiges blau-grünes Gefieder am Rücken und Kopf, wie es beim Landesbund für Vogelschutz (LBV) heißt. Die schillernden Farben sehen von oben betrachtet fast genauso aus wie bewegtes Wasser eines Baches - eine gute Tarnung also. In Bayern zählt der Eisvogel laut LBV zu den seltenen Brutvögeln. Er lebt demnach in der Nähe von Flüssen und Bächen oder auch an Baggerseen und Teichen.

Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Autor

 

Bilder