THW hilft im Katastrophengebiet Marktredwitzer Helfer befreien Dorf

Die Helfer aus Marktredwitz und Kulmbach räumen in einem Dorf Berge von Schutt weg. Foto: THW

Noch immer sind Einsatzkräfte des THW aus der Region in der Eifel. Sie haben in einem bisher abgeschnittenen Ort Keller ausgepumpt und Berge von Schutt abgetragen.

Marktredwitz/Stolberg - Ein weiterer Helfertrupp des Technischen Hilfswerks Marktredwitz ist in die vom Sturmtief „Bernd“ verwüsteten und überschwemmten Regionen bei Stolberg und Eschweiler ausgerückt. Wie berichtet, war ein erstes Team des örtlichen THW bereits seit Beginn der Unwetter für die Bevölkerung im Einsatz und hat die Folgen von Starkregen und Überflutungen bekämpft. Der Trupp, der derzeit in der Eifel ist, hat sich beim THW in Marktredwitz gemeldet und mitgeteilt, vor Kurzem in ein bislang von der Außenwelt abgeschnittenes Dorf (Mayschloß) gekommen zu sein. „Wir haben Keller ausgepumpt, geschaufelt wie die Weltmeister, und auch der Kipper war wieder voll eingespannt. Der Ort war abgeschnitten, da die Bundesstraße nicht mehr passierbar war und die Bundeswehr erst mehrere Tage lang damit beschäftigt war, die Straße notdürftig wieder herzustellen.“

Der erste Trupp mit Helfern aus Marktredwitz und Kulmbach hatte über spezielle Fähigkeiten in der Notversorgung verfügt.

Nach Abflauen der Unwetter richten sich alle Anstrengungen des THW nun darauf, die Gefahren im Nachgang des Unwetters zu minimieren und die weitere Versorgung der betroffenen Einwohner zu sichern. Weiterhin sind die Helfer aus Oberfranken in die Beseitigung der umfangreichen Schäden und die erste Wiederherstellung der zerstörten Infrastruktur eingebunden. Gemeinsam arbeiteten alle an verschiedenen Einsatzstellen und Gebäuden im betroffenen Stadtgebiet von Stolberg, wo die Unwetter neben vielen Privathäusern und Industriebetrieben auch das Stadtarchiv und die Tiefgarage des Rathauses schwer getroffen haben.

Auch haben die Baufachberaterinnen und Baufachberater Expertisen erstellt, wie die Bauwerke gesichert werden können. Eine große Herausforderung sei etwa der Einsatz an einer extrem beschädigten Kabelfa-brik gewesen, heißt es aus Kreisen des THW. Hier standen die Maschinenhallen bis zu zwei Metern unter Wasser, alle Keller waren vollgelaufen mit Öl, Schmutzwasser und Schlacke.

 

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