Hohenfelden/Mühlhausen (dpa/th) - In Thüringen gibt es nach Schätzungen der volkskundlichen Beratungsstelle am Freilichtmuseum Hohenfelden (Weimarer Land) etwa 300 Heimatstuben. Viele von ihnen seien in den Umbrüchen der 1990er Jahre vielerorts von Menschen in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen aufgebaut worden, sagte die zuständige Ethnologin Juliane Stückrad. Sie finden sich oft in Dörfern und werden meist ehrenamtlich von Vereinen oder engagierten Einzelkämpfern betrieben. Sie haben sich vor allem der Bewahrung alter Handwerkstechniken und Haushaltsgeräten verschrieben, auch altes Spielzeug und Mobiliar bleibe so erhalten. Nach Beobachtungen des Thüringer Museumsverbandes werden die Einrichtungen teils noch heute von der Gründergeneration betreut.