Thema: Wettrüsten Sieger gibt es nicht

Zum Artikel „Neues Wettrüsten droht“, Kurier vom 3. August.

Ende Juli ist der INF-Vertrag Geschichte geworden. Zwei Sturköpfe, die leider als Präsidenten über die USA beziehungsweise Russland herrschen, glauben offensichtlich, dass die Welt wieder in den Kalten Krieg und die Zeit der Abschreckung mit Atombomben zurückgeworfen werden kann.

Zum gleichen Zeitpunkt jähren sich auch die schrecklichen Atombombenabwürfe in Hiroshima (am 6. August 45) und Nagasaki (am 9. August 45), mit denen die USA den Zweiten Weltkrieg in Asien beendeten und Hunderttausende, zumeist Zivilisten und Kriegsgefangene, qualvoll verenden ließen. Darunter waren auch Schul- und Kindergartenkinder.

Ich habe als langjähriger Vorsitzender der Deutsch-Japanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages die Ehre und verantwortungsvolle Aufgabe gehabt, die Anteilnahme Deutschlands bei Besuchen in Hiroshima und Nagasaki auszudrücken. Wer einmal die Bilder in den Gedenkstätten gesehen hat, der ist zum einen erschüttert ob der Qualen, welche die Menschen erleiden mussten, und zum anderen für alle Zeiten der Meinung, dass sich solches nie mehr wiederholen darf.

Es wäre tatsächlich an der Zeit, dass Europa und die Nato ein wirkliches Zeichen setzen und diesem Irrsinn ein Ende bereiten. Ein Atomkrieg – von wem auch immer zu verantworten – wird unweigerlich zum Ende der Menschheit führen.

Die Sprengkraft heutiger Bomben ist um ein Vielfaches stärker als die der zwei Atombomben auf Japan. Der Klimaschutz ist absolut wichtig – ein Eintreten für ein Ende des Atomwahnsinns wäre genauso sinnvoll. Es wird keine Sieger geben.
 

 

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