Thema: Wasserstreit Es geht primär um viel Fördergeld

Zum Kommentar „Wasserstreit in Leups“, Kurier vom 27./28. Juli.

Martin Burger titelt im NK groß „Sicherheit geht vor“. Dem kann man uneingeschränkt zustimmen! Nur: Wenn dem wirklich so wäre, müsste es Bürgermeister Raab und seine Stadträte im Verwaltungsrat als Aufsichtsgremium über den Zweckverband-Werkleiter stören, dass diesem seit 1978 gesundheitsgefährdende Unzuverlässigkeit bei der Leupser Wasserversorgung gleichgültig zu sein scheint!

Wie wäre es sonst möglich, dass die elementarsten Schutzauflagen im WR-Bescheid von 1956 ignoriert werden: a) Die bescheidgemäße Einfriedung des Fassungsbereichs und b) vorschriftsmäßige Ausweisung einer Schutzzone!
Ist so viel Verantwortungslosigkeit mit dem Vorranganspruch von Sicherheit vereinbar? Es geht also doch primär um viel Fördergeld und Leups sollte das Alibi dafür liefern.

Ob für die durch Anschlusszwang entmündigten Leupser Wasserverbraucher durch die Unzuverlässigkeit eine Gesundheitsgefahr (auf das Aufkeimungsrisiko hat das staatliche Gesundheitsamt hingewiesen) besteht, ist sekundär – interessiert weder den Werkleiter, den Bürgermeister und die Gemeinderäte noch die Fachaufsichtsbehörden! – Das sollte man als Skandal im Jurasumpf bezeichnen dürfen! Wenn es doch primär um Sicherheit ginge, müsste eine verantwortungsbewusste Stadtverwaltung prüfen, ob es alternativ zuverlässigere Versorger gäbe.

Die gibt es: Eine Wassergenossenschaft mit Betreuungsvereinbarung durch die Creußener Gruppe, oder Beitritt von Pegnitz für den Ortsteil Leups zur Creußener Gruppe könnten die bürgerfreundlichste Lösung sein. Wem wäre Sicherheit und Gesundheitsschutz wichtiger als denen, die selbst persönlich davon betroffen sind?

Vielleicht sollte der Autor auch nicht ungeprüft die Zahlenspielchen des Werkleiters oder von Bürgermeister Raab übernehmen. Den aktuellen verschweigt Hümmer. Rechnen sie mit: Wenn er wieder vergleichbar hoch wäre, würden die Leupser seit Wochen an leeren Wasserhähnen lutschen. Hümmers und Raabs Zahlen soll glauben, wer will.

Es gibt glaubwürdigere Schüttungsmessungen, nur die passen den Verantwortlichen eben nicht ins Konzept.
 

 

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