Thema: Übergewicht Unerträglicher Hass

Zum Leserbrief „Kein oberfränkisches Phänomen“, von Reinhard Wittke, Kurier vom 18. April.

In regelmäßigen Abständen äußert Herr Wittke in Leserbriefen seine Meinung über Menschen, deren Verhaltensweisen er ablehnt (Saunagänger, Übergewichtige, Jäger, Landwirte, Fleischesser, Bewegungsmuffel und so weiter). Seine Standpunkte sind legitim und seine Argumente machen mich sehr nachdenklich.

Unerträglich finde ich aber jedes Mal den Hass auf andere Menschen, der aus seinen Zeilen herauszulesen ist.

Ich möchte ihm daher Antigones „Nicht mitzuhassen sondern mitzulieben bin ich da“, entgegenhalten. Hass und Verachtung sind keine geeigneten Mittel, um eine Änderung von Verhaltensweisen zu erwirken.

Anmerkungen: Ich stamme aus einer Landwirtschaft, bin seit Kindesbeinen übergewichtig, esse Fleisch, gerne auch Gegrilltes, allerdings in Maßen.

Ich kämpfe täglich gegen mein Übergewicht, halte es durch sehr viel Sport und Bewegung noch in Grenzen. Im meinem Familien- und Freundeskreis tummeln sich Übergewichtige, Saunagänger, Jäger, Landwirte (meine Schwester), Bewegungsmuffel und Fleischesser. Diese Menschen bedeuten mir sehr viel und ich möchte mich mit ihnen auf sachlicher Ebene mit Toleranz und Respekt auseinandersetzen. Das möchte ich auch mit Herrn Wittke.

Seine Standpunkte sind gerade als Arzt legitim, aber ich bin der Meinung, das Hass und Verachtung keine geeigneten Mittel sind, um eine Änderung von Verhaltensweisen zu erwirken.

 

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