Zu stolz ist nichts. Weder zu stolz auf das eigene Werk, noch zu stolz auf die Heimatregion. Schade, dass durch den mittlerweile juristischen Streit das eigentliche Thema auf der Strecke geblieben ist.

Das Thema Kriegsverbrechen durch die Nationalsozialisten hat sehr wohl etwas in einem Heft eines heimatverbundenen Vereins zu suchen. In Zeiten, in denen rechtspopulistische Parteien immer mehr an Sympathie gewinnen, kann man gar nicht genug aus der Vergangenheit lernen. Eben damit so etwas nicht noch einmal passiert! Gegen das Vergessen.

Dabei spielt es keine Rolle, über welche Region berichtet wird. Passiert ist es überall in Deutschland. Sich mit Händen und Füßen gegen dieses Thema zu wehren, nur um die eigene Region in Schutz zu nehmen, ist jedenfalls keine Lösung.

Mir ist das Vereinsheft des FWV bekannt. Wer über esoterische Themen wie Raunächte berichten kann, der kann sich auch mit realen Themen auseinandersetzen.

Dass diese Region und allen voran das Dekanat Naila auch anders kann, das haben zahlreiche Gedenkveranstaltungen zum 27. Januar 1945 gezeigt. Bei einem Gottesdienst in der evangelischen Kirche Naila bin ich selbst dabei gewesen. Durch solch eine Veranstaltung wird jedenfalls die Region nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Nur wer sich der Vergangenheit stellt, kann vermeiden, dass sich solch ein Verbrechen noch einmal wiederholt.