Thema: Klimawandel Wir sind nur Zuschauer

Zum Leserbrief „Planlose Hektik ersetzt geistige Windstille“ von Uwe Krumpholz, Kurier vom 6. August.

Herr Krumpholz schreibt in bemerkenswerter Offenheit gegen den Mainstream und bringt den Beitrag der Bundesrepublik zur Klimarettung in die wirkliche Größenordnung zur gesamten Welt.

Mittlerweile wird über eine weltweite Aufforstung diskutiert, wobei eine aktuelle Studie der Technischen Universität München beachtliche Zweifel am Sinn dieser Maßnahme aufzeigt (FAZ vom 7. August). Weg von Rindviechern, weg vom Diesel, weg von Kohlekraftwerken, weg von Kernkraftwerken, weg von SUVs, weg vom Fliegen, weg von der Schwerindustrie, weg vom Urlaub auf Kreuzfahrtschiffen, weg vom Fleisch essen.

Es gab mal ein Land mitten in Europa, dessen Bürger stolz waren auf die kopfgesteuerte Regierung, auf die Produkte seiner Industrie, auf die Verlässlichkeit seines Mittelstands, auf die Erfolge im Export, auf soziale Standards überhaupt, auf gelebte Demokratie und einen Umgang miteinander, der auf traditionellen Werten beruhte.

Nun, wir können heute keine Kraftwerke mehr bauen, den Bau erstklassiger Automobile wird man diesem Land in Kürze austreiben, eine ehemals florierende Landwirtschaft, bei der die wohlhabenden Chinesen über Jahre ihre Milch kauften, wird zerredet und in immer engere Korsetts gezwungen, bis die Produkte schließlich in China gekauft werden müssen.

Feinstaub, Methan, Kohlendioxid sind die Killerbegriffe, mit denen es bei uns gelingt, dass interessierte, aber nicht ausreichend informierte Pressure-Groups unserer Industrie und unserem Mittelstand den Garaus machen.

Und dann noch die E-Mobilität, die von leider nicht kopfgesteuerten Politikern gepusht wird, ohne deren Auswirkungen zu Ende zu denken, Hauptsache man bewegt sich im Mainstream. Dazu gehört auch die sinnlose, vom Obergrünen Trittin erzwungene Suche nach Alternativen zum weltweit beneideten atomaren Endlager in Gorleben, aus seiner Sicht sicher auch nur eine Kugel Eis pro Haushalt im Monat kostend, ähnlich wie er sich zu den Kosten der völlig missratenen Energiewende geäußert hat.

Tatsächlich werden es am Ende des Tages viele Milliarden Euro sein, die unserem Land etwa bei der Bildung fehlen. (Und Gorleben bleibt am Ende übrig.) Und nur mit herausragender Bildung wird unser Land dem internationalen Wettbewerb standhalten. Wie schlimm es dabei tatsächlich aussieht, beweisen viele Untersuchungen international und national.

Bundeskanzler Schmidt hat vor Jahrzehnten gesagt, dem Klimawandel kann nur begegnet werden durch den Bau hoher Deiche. Das ist kein Zynismus. Wir müssen akzeptieren, dass wir bei allen Anstrengungen unseres Landes etwas gegen den Klimawandel zu tun, am Ende nur Zuschauer sind. Bewirken werden wir bei noch so vielen Milliarden Euro gar nichts.
 

 

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