Thema: Klimawald Wie mittelalterlicher Ablass
 oder alles nur Marketing?

Zum Artikel „Solidarität für den Klimawald“, Kurier vom 26. April. 

Grundsätzlich ist es positiv bemerkenswert, wenn sich unsere jungen Leute Gedanken um die geschundene Umwelt machen. Angesichts der nicht zu leugnenden klimatischen Veränderungen – die die Welt übrigens schon seit Millionen von Jahren heimsuchen – ist es eine gute Idee, klimaverträgliche Baumarten in unseren Regionen aufzuforsten beziehungsweise dabei zu helfen, unsere mitteleuropäische Flora nachhaltig zu gestalten.

Plumpe PR, Aufmerksamkeit heischend und nahezu pharisäerhaft mutet in einer emotional aufgeladenen Debatte allerdings der Versuch an, sich unter dem Deckmantel einer solchen Aktion von seinen eigenen Umweltsünden befreien zu wollen.

Besser wäre: einfach weniger reisen. Ist es notwendig, dass sich die ganze Jugend der Welt heute immer und überall gegenseitig besucht? Nach dem Vorbild ihrer vielfliegenden Professoren und anderen Vorbilder?

Obwohl sie wissen müssten, dass eben die grenzenlose Mobilität und der globale Warenaustausch eine schwerwiegende Ursache der aktuell bestehenden Umwelt-Probleme darstellt?

Vor diesem Hintergrund erscheint die Aktion nicht mehr Wert zu haben als der mittelalterliche Sündenablass, um doch noch in den Himmel zu kommen. Oder alles nur Marketing?

 

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