Thema: Hollfeld Gar nicht so blöd, wie sie manche gern hätten

Zum Kommentar „Ach diese Hollfelder“ von Stefan Brand, Kurier vom 13./14. April.

Der Vorwurf, dass eine ganze Reihe von Hollfelder Mandatsträgern auch im Kreistag sitzen und sie sich im Klagefall selbst hinterfragen müssten, trifft natürlich auch auf andere Gemeinden zu, so sitzt auch der Waischenfelder Bürgermeister im Kreistag.

Zur Kreisumlage muss man anmerken, dass Bayreuth die niedrigste Kreisumlage in Bayern hat und die Gemeinden am wenigsten belastet werden. Die angesammelten Millionen werden für zukünftige Projekte dringend benötigt.

Man hat den Eindruck, dass sich die Gegner dieser Vorhaben schon formieren. Der Wahlkampf hat begonnen. Man muss sich profilieren, um eine Scheibe vom Kuchen abzuschneiden, ohne über seinen Tellerrand hinauszuschauen.

In Forchheim haben sich im Kreis über 40 Millionen und in Bamberg über 80 Millionen angesammelt. Auch hier klagten Gemeinden. Das Verfahren zieht sich schon über mehrere Jahre hinweg. Bisher sind nur Anwaltskosten in Höhe von einigen Hunderttausend Euro angefallen. Was würde wohl geschehen, wenn Hollfeld im Falle einer solchen Klage auf den immensen Kosten sitzen bleiben würde?

In meinen Augen zeugt es nicht von Populismus, sondern von einer sachlich richtigen Einschätzung der Stadträte, dass Hollfeld nicht klagt. Die Hollfelder halten im Notfall zusammen, anstatt sich von billigem journalistischem Populismus entzweien zu lassen.

Im Kommentar werden die Hauptargumente für die Absage des Altstadtfestes nicht genannt: die immer größeren finanziellen und rechtlichen Auflagen. Die Risiken hierfür haben die Vereine zu tragen. Die Besucherzahlen sind zurückgegangen, die Gebühren wurden erhöht. Dank der Sicherheitsauflagen und der finanziellen Risiken ist eine solche Veranstaltung von einigen wenigen Vereinen nicht mehr zu schultern.

In diesem Zusammenhang sei an die Sandkerwa in Bamberg erinnert. Über Hollfeld haben andere schon oft die Köpfe geschüttelt, so etwa als Hollfeld die Gesamtschule bekommen hat. Mitleidig wurde Hollfeld belächelt, war eine Gesamtschule in Bayern doch total verpönt. Inzwischen jammern einige umliegende Gemeinden, dass die Gesamtschule ihnen die Kinder wegnimmt.

Doch die Schule nimmt keine Kinder weg. Die Eltern bringen sie freiwillig an die Schule, da sie von deren Qualität überzeugt sind. Nicht der Politikerwille zählt, sondern der Elternwille. Dieses Modell hätte auch in Nachbargemeinden zum Erfolg führen können. Doch nur Hollfeld hat sich getraut beziehungsweise den richtigen Weitblick gehabt. Ach, diese Hollfelder sind gar nicht so blöd, wie sie manche gerne hätten.

 

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