Thema: Aufrüstung Woher das Geld nehmen?

Zum Leserbrief „Heftiger Streit um Rüstungsausgaben“, von Ludger Roth, Kurier vom 10./11. August.

Ohne den wild gewordenen Cowboy im Weißen Haus wäre die Welt friedlicher und sicherer. Über die Höhe des Verteidigungshaushalts beschließen die vom Volk gewählten Abgeordneten und sonst niemand. Wann und wo hat jemals Aufrüstung mehr Frieden, mehr Sicherheit und mehr Wohlstand gebracht? Der Auftritt des US-Botschafters in Deutschland ist nicht diplomatisch, so wie es seine Aufgabe wäre, sondern erinnert an autoritäre Machthaber. Es ist höchste Zeit, diesen Herrn zur unerwünschten Person zu erklären.

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein souveräner Staat und keine amerikanische Kolonie.

Zu den Zahlen. Dem Internet entnahm ich folgende Zahlen: Das Bruttosozialprodukt (Summe der Produktionen und Dienstleistungen in einer bestimmten Zeit) betrug im Jahr 2018 drei Billionen, 390 Milliarden Euro. Sollen davon zwei Prozent in den Verteidigungshaushalt fließen, dann sind das 67,80 Milliarden Euro.

Der aktuelle Verteidigungsetat beträgt 43,20 Milliarden. Will man das ominöse Ziel erreichen, müsste man den Etat um 57 Prozent aufstocken, in Zahlen 24,60 Milliarden Euro. Wo bitteschön soll das Geld herkommen? Es ist unseriös,wenn die jetzige und die frühere Verteidigungsministerin immer mehr Geld fordern, aber am Jahresende der Etat nicht einmal ausgeschöpft ist.

Man sollte auch den deutschen Sonderweg bei Beschaffungen endlich aufgeben. Dringend erforderlich ist eine solide Planung im Ministerium und nicht durch externe Berater, die nur auf ihren Profit schauen. Noch eine Bemerkung zum Schluss.

Unter sozialdemokratischen Verteidigungsministern stand unsere Bundeswehr wesentlich besser da.
 

 

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