Theater-Premiere Der ewige Rächer

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Der berühmte Abenteuerroman von Alexandre Dumas kommt in Bayreuth als Theaterfassung auf die Bühne. Regie führt der gebürtige Bayreuther Achim Bieler.

„Wir alle sind dazu verdammt, eines zu tun, eines allein: Warten, Warten und Hoffen.“ Zum Warten bis in alle Ewigkeit ist der legendäre Graf von Monte Christo verdammt. Zu Unrecht wird er aufgrund einer Intrige 14 Jahre lang ins Gefängnis geworfen, bis ihm der Ausbruch gelingt.

Die Studiobühne Bayreuth und Regisseur Achim Bieler haben sich nun des historischen Stoffes für die Sommersaison des Theaters angenommen. Die Uraufführung der Bühnenfassung ist am Freitag, 17. Juni, um 20 Uhr im Römischen Theater in der Eremitage zu erleben.

Berühmte Figur der Weltliteratur

Edmond Dantès gehört zu den berühmtesten Figuren der Weltliteratur. Seine Geschichte basiert auf dem Abenteuerroman von Alexandre Dumas. Sie spielt in der Zeit der Französischen Revolution zwischen 1815 und 1838. Napoleons Stern ist verglüht, die Könige Ludwig XVIII. und Karl X. regieren. Nach der Julirevolution von 1830 besteigt der „Bürgerkönig“ Louis-Philippe I. den Thron. Viele Adaptionen sind seit der ersten Veröffentlichung des Fortsetzungsromans in der Zeitschrift „Le journal des débats“ (1844 bis 1846) erfolgreich gewesen. Nachdrucke des Romans in aller Welt und Übersetzungen in mehreren Sprachen machten aus dem Werk einen internationalen Bestseller.

Opfer einer hinterhältigen Intrige

Die Hauptrolle der Theaterfassung übernimmt der Schauspieler Eduard Zhukov aus Hamburg. Seinen Mitgefangenen Abbé Faria spielt Hans-Jürgen Honikel. Er ist es, der Edmond zur Flucht verhilft und ihm die Karte zu einem verborgenen Schatz auf der Insel Monte Christo übergibt. In die Rolle der Verlobten des Grafen schlüpft Alix Labuhn. Wegen eines Nebenbuhlers und eines Konkurrenten um den Kapitänsposten eines Handelsschiffes kam Edmond in den Kerker. Nicht nur um die Regie, sondern auch um das Bühnenbild kümmert sich der gebürtige Bayreuther Achim Bieler.

Früher stand er selbst für das Bayreuther Theater auf der Bühne. Heute unterrichtet Bieler in Passau Regie. Das Angebot, in seiner Heimatstadt zu inszenieren, habe ihn gefreut, erzählte er beim Pressegespräch zur aktuellen Sommersaison. Der Graf von Monte Christo sei ein „Blockbuster“, über den es bereits unzählige Verfilmungen und Theaterfassungen gebe. Bieler versucht das Kunststück, den Inhalt des Werks in zwei Stunden zu erzählen.

Macht, Machtmissbrauch und Rache

Im Kern geht es ihm um die Themen Macht und Machtmissbrauch. Der Graf wird gewissermaßen Opfer von Beidem. Denn am Ende plant er einen skrupellosen Rachefeldzug. Ein großes, 14 Männer und Frauen umfassendes Ensemble wird in dem historischen Stück zu sehen sein. Die Kostüme aus der Zeit gestaltete Heike Betz, für die Maske sorgt Judith Anthony. Um die Musik kümmert sich Maximilian Naumann. Das Lichtdesign und Ton verantwortet Ronald Kropf.

Weitere Termine: 18., 22., 23., 28., 29. Juni. jeweils um 20 Uhr.

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