Testzentrum auf vier Rädern Ausrangierter Linienbus als Corona-Teststation

Noch steht der alte Linienbus auf dem Hof des Busunternehmens Ollet in Körzendorf. Am Donnerstag nach Ostern wird er in Mistelbach stehen, umfunktioniert zur Teststation der Verwaltungsgemeinschaft Mistelbach. Foto: Gerd Ollet

Weil es in der Gemeinde Mistelbach keine geeigneten Räume gibt, wird nach Ostern ein ausrangierter Linienbus als Teststation genutzt. Zwei Mal in der Woche können sich Bürger der Verwaltungsgemeinschaft dort auf Corona testen lassen.

Mistelbach - Einstieg nur beim Fahrer: Die Verwaltungsgemeinschaft Mistelbach eröffnet nach Ostern ein eigenes Testzentrum für die Bürger ihrer drei Mitgliedsgemeinden. Wie Mistelbachs Bürgermeister Matthias Mann am Dienstag mitteilte, wird ein Linienbus der Firma Ollet aus Körzendorf als Testzentrum dienen.

Standort Wendehammer

Die Vorbereitungen seien soweit in trockenen Tüchern, sagte Mann. Auch der Standort stehe fest: der Wendehammer hinter dem Einkaufsmarkt Netto. In einem ausgemusterten Verkehrsbus des Busunternehmens Ollet können sich ab Donnerstag, 8. April, Menschen auf Corona testen lassen. Vorausgesetzt, sie sind mindestens zehn Jahre alt, zeigen keine Krankheitssymptome und bringen einen Ausweis mit. Der Test-Bus sei jeden Donnerstag von 17 bis 19 Uhr und jeden Samstag von 13.30 bis 15.30 Uhr geöffnet.

Die Schnelltests mittels Nasenabstrich werde, so Mann, von geschultem Personal durchgeführt. Federführend ist die Hummelgau-Apotheke in Mistelbach, die zwei Mitarbeiter abstellt. Eine dritte, ehrenamtliche Kraft, die für die Aufnahme der Personalien zuständig sein werde, werde noch gesucht. „Diese zu finden dürfte in den drei Gemeinden nicht allzu schwierig sein“, hofft Mann.

Schüler testen in der Schule

Bis auf wenige Detailfragen sei der Betrieb der Teststation organisiert, sagt Christina Knopf, Leiterin der Hummelgau-Apotheke in Mistelbach. Da es sich als schwierig erwiesen habe, passende Räume zu finden, sei man in der Verwaltung auf die Idee mit dem Bus gekommen. Die Verbindung zur Firma Ollet hat Hummeltals Bürgermeister Patrick Meyer hergestellt. Mitarbeiter ihrer Apotheke werden abwechselnd in der Teststation tätig sein. Schüler der Mistelbacher Grundschule werden im Stadtbus jedoch nicht getestet, sondern in der Schule.

Bedenken von Eltern, dass die Kinder die Schnelltests nicht durchführen können, hegt Knopf nicht. „Wenn sie vorher schon mal zu Hause geübt haben, kriegen auch die Erstklässler das hin“, ist die Apothekerin überzeugt. Außerdem werden nach Mitteilung von Bürgermeister Mann Mitarbeiter der Apotheke die Schüler so lange in der richtigen Anwendung der Tests unterweisen, bis sich eine Routine einstellt.

Busunternehmer Gerd Ollet findet den Gedanken, einen Bus als Teststation zu nutzen, toll. So komme der alte Bus, der eigentlich zum Verkauf stehe, noch zu einem sinnvollen Einsatz. Sollten die Öffnungszeiten der Teststation erweitert werden, sei das auch kein Problem. Der Bus bleibe sowieso in Mistelbach geparkt.

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