Teststationen Kulmbach Neun Angebote im ganzen Landkreis

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Selbst auf Autobahnen wurden 2020 Corona-Testzentren eingerichtet. Foto: picture alliance/dpa/Sven Hoppe

Trotz der Impfkampagne werden wieder flächendeckend Corona-Tests in Bayern verlangt. Nur die Kommunen haben längst nicht alle ein Angebot. Die staatliche Unterstützung fehlt.

Neudrossenfeld/Thurnau - Der Landkreis Kulmbach ist mit rund 72 000 Einwohnern deutlich kleiner als der Nachbarkreis Bayreuth. Laut der Liste des Landratsamts Kulmbach sind ab 1. Dezember neun Anlaufstellen für Corona-Tests vorhanden.

Im Stadtgebiet zählen dazu das Testzentrum von Landkreis und BRK in der Flessastraße, das POC/Antigen-Schnelltests und PCR-Tests anbietet, sowie die Stern-Apotheke, die Apotheke im Fritz und das Sanitätshaus Barkhofen. Im Landkreis werden Tests in der Main-Apotheke in Himmelkron, in der Geflügelzüchterhalle in Neudrossenfeld, in der Frankenwald-Apotheke und in einer Tierheilpraxis in Stadtsteinach und bei der Firma NEG in Kasendorf angeboten.

„Wir sind ab Mittwoch in der Halle, Termine sind nicht erforderlich“, sagt eine Mitarbeiterin der Schloss-Apotheke in Neudrossenfeld am Telefon. Auch durch die Unterstützung der Apotheke im Rotmaincenter in Bayreuth seien genügend Schnelltests vorhanden. Die Tests selbst werden von geschulten, ehrenamtlichen Helfern vorgenommen, nicht vom Apotheken-Personal selbst.

In der Nachbargemeinde Thurnau sind derzeit keine Tests möglich. Bürgermeister Martin Bernreuther sagte, es müsste viel mehr kostenlose Testmöglichkeiten landesweit geben. „Das wäre sinnvoll, aber es sind leider viel zu wenig.“ In der Vergangenheit habe die Bundeswehr zur Pandemiebekämpfung im Thurnauer Schützenhaus beim Testen mitgeholfen. Die kostenlosen Bürgertests wurden erst am 13. November wieder eingeführt. In der aktuellen Phase der Pandemie fehlt den Kommunen die staatliche Unterstützung.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie kündigte die Staatsregierung vor einer Woche an, die bayerischen Alten- und Pflegeheime kurzfristig mit mehr als 1,5 Millionen Schnelltests zu versorgen. Über die Kreisverwaltungsbehörden sollten sie an die Alten- und Pflegeheime weitergereicht werden. Ob dies schon in ausreichendem Maße geschehen ist, das ist noch unklar.

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