"Gewerbsmäßigen Diebstahl" wirft die Staatsanwaltschaft dem 61-jährigen Tschechen vor, der seit 2006 im Wald lebt und unter dem Namen "Waldläufer" bekannt ist.
Der sogenannte Waldläufer, der in der Region rund 90 Einbrüche begangen haben soll, muss sich vor Gericht verantworten. Das gab die Staatsanwaltschaft Hof am Freitag bekannt. Den entstandenen Schaden beziffert die Staatsanwaltschaft auf 7500 Euro.
"Gewerbsmäßigen Diebstahl" wirft die Staatsanwaltschaft dem 61-jährigen Tschechen vor, der seit 2006 im Wald lebt und unter dem Namen "Waldläufer" bekannt ist.
Nach der Werbung weiterlesen
Mitte Januar war der Mann im Wald von Marktleuthen festgenommen worden, weil er zwischen April und August 2014 aus Garten- und Wochenendhäusern rund um den Kornberg Lebensmittel und Getränke im Wert von 1119 Euro entwendet haben soll. Dadurch sei ein Sachschaden von 6405 Euro entstanden, schreibt die Staatsanwaltschaft Hof in einer Pressemitteilung.
Wann die Hauptverhandlung stattfinden soll, steht noch nicht fest. Der Waldläufer sitzt seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft, hat mittlerweile auch einen Anwalt.
Zuvor hatte der 61-Jährige mehrere Jahre in einem beheizten, ausgebauten und perfekt getarnten Zelt mitten im Wald gelebt. Bis zuletzt versuchte er, die Polizei mit Tricks von diesem Zelt fernzuhalten. Kurz vor der Festnahme des Waldläufers hatte ein Survival-Experte diese Art der Behausung noch als unwahrscheinlich bezeichnet.
Genugtuung empfinden viele Geschädigte darüber aber nicht. Sie haben eher Mitleid mit dem Waldläufer - oder gar Respekt vor seinem Lebensstil.