Tempo 30 rund um den Mühlweg ?

Von Eva Böhm

Die Geschwindigkeit mancher Verkehrsteilnehmer und die Parkmoral standen im Mittelpunkt des Bürgerdialogs der Stadt im Altenstädter Schloss. Als Erste konnten die Bürger aus dem Bereich Mühlweg Vorschläge machen.

Auf der Gemeindeverbindungsstraße vom Pegnitzer Mühlweg in Richtung Hainbronn wird oft zu schnell gefahren. Einer der Anlieger, der bei der Versammlung anwesend war, zeigt, wie wünschenswert in diesem Bereich ein Gehsteig wäre.⋌⋌Foto: Ralf Münch Foto: red

Zur Einführung in die Thematik wies Bürgermeister Uwe Raab auf den aktuellen Bußgeldkatalog hin, um zu verdeutlichen, welche hohe Bußgelder bereits bei geringen Tempoüberschreitungen fällig werden. Bundesweit gibt es das Phänomen, dass sich die Anlieger die geringen Geschwindigkeiten und deren Kontrolle wünschen, dann jedoch meistens selbst geblitzt würden. Geschwindigkeitsbegrenzungen ergäben nur einen Sinn, wenn auch kontrolliert werde. Eine Anliegerin regte an, dass auch am Wochenende kontrolliert werden sollte.

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Hohe Verkehrsfrequenz

Zur Verkehrsberuhigung am Mühlweg und Umgebung: Diese Thematik war für viele Bürger so interessant, dass die Stühle knapp wurden. Der Mühlweg hat eine hohe Verkehrsfrequenz: Durch das Sägewerk, Seni-Vita, die Arztpraxis sowie den Anliegerverkehr in den angrenzenden Straßen. Gefährlich wird es auch auf der Engstelle zur Gemeindeverbindungsstraße nach Hainbronn.

60 Fahrzeuge in der Stunde

Eine Anwohnerin hatte 60 Fahrzeuge in der Stunde gezählt. Mopeds rasen, die Stelle sei sehr gefährlich für Kinder, Radfahrer und Fußgänger, hieß es. Es ist in diesem Bereich kein Gehsteig vorhanden. Besonders an dieser Stelle wünschen sich die Bürger eine Verkehrsberuhigung. Ein weiteres Problem: Die Fünf-Meter-Abstandsregelung an den Einmündungen werde oft nicht eingehalten. Dies führe immer wieder zu gefährlichen Situationen, manchmal müsse man sich „blind“ in die Straße hineintasten.

Hitzige Debatten

Bei manchen Punkten kam es zu hitzigen Debatten. Raab erklärte, dass er eine bessere Überwachung des ruhenden Verkehrs anregen werde. Er erläuterte jedoch auch, dass an bestimmten Strecken der Verkehrsfluss unbedingt erhalten werden müsse. Er spannte den Bogen zur angedachten Lösung und schlug vor, dass eine Tempo-30-Zone wohl das Effektivste wäre. Diese würde neben dem Mühlweg auch die Robert-Koch-Straße, Justus-Liebig-Straße, Ludwig-Jahn-Straße Fuchshofstraße, Fronhofstraße und die Mühlbachstraße beinhalten.

Die Vorfahrtsregelungen „rechts vor links“ sollen erhalten bleiben. Wo dies nicht möglich ist, beispielsweise bei der Hans-Böckler-Straße, könnte eine abweichende Regelung getroffen werden. Der Bürgermeister wies jedoch auch darauf hin, dass die Stadt Pegnitz immer gut gefahren sei, wenn in den gewachsenen Wohngebieten die Belange der Handwerks- und Gewerbegebiete mit der erforderlichen Kompromissbereitschaft betrachtet wurden, um in einem guten nachbarschaftlichen Miteinander zusammenzuleben. Raabs Vorschlag zur Tempo-30-Zone wurde von der Mehrheit der Anwesenden befürwortet. Deshalb will der Bürgermeister nun mit der Polizei sprechen. Er warb um Verständnis dafür, dass alle verkehrstechnischen Sachverhalte zuerst bearbeitet werden müssen. Anschließend sollen die Vorschläge für alle Gebiete insgesamt dem Stadtrat vorgelegt werden, dies könne wohl erst im Herbst oder Winter geschehen.

Eine Anwohnerin zeigte dafür kein Verständnis, „das Problem mit der Straße nach Hainbronn wird wieder auf die lange Bank geschoben.“