Telefonaktion Leser können sich bei Gesundheitsamt informieren

Über das große Leistungsspektrum des Gesundheitsamtes Bayreuth können sich unsere Leser bei einer Telefon-Aktion am Dienstag, 24. März, informieren.

Das Thema Hygiene spielt für das Gesundheitsamt Bayreuth eine Rolle in vielen unterschiedlichen Bereichen. (Symbolbild) Foto: Monika Skolimowska/dpa

Seit August 2025 ist das Gesundheitsamt Bayreuth unter neuer ärztlicher Leitung von Dr. Hannelore Held, die auf den langjährigen Leiter Dr. Klaus von Stetten folgte. Obwohl am Landratsamt angesiedelt, ist das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Bayreuth zuständig.

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Blick hinter die Kulissen

Ob sauberes Trinkwasser, Infektionsschutz oder die Überwachung von Pflegeeinrichtungen: Die Aufgaben eines Gesundheitsamts sind vielfältig – und für viele Menschen im Alltag oft unsichtbar. Dabei trägt kaum eine andere Behörde so unmittelbar zur Gesundheit der Bevölkerung bei. Ein Überblick über die wichtigsten Arbeitsfelder:

> Hygiene – Schutz durch Kontrolle: Ein Kernbereich des Gesundheitsamtes ist die Hygieneüberwachung. Dazu gehört die regelmäßige Kontrolle der Trinkwasserqualität ebenso wie die Überprüfung von Schwimmbädern und Badegewässern. Auch medizinische Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Arztpraxen werden geprüft, damit Infektionen keine Chance haben. So werden etwa Krankenhäuser beraten und unterstützt, um die Ausbreitung von Krankheitserregern zu verhindern, die gegen Antibiotika resistent sind.

Doch nicht nur im medizinischen Bereich schaut das Gesundheitsamt genau hin: Kitas, Schulen, Pflegeheime, Justizvollzugsanstalten oder Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber stehen ebenso auf dem Prüfplan wie Tattoo-, Piercing- und Nagelstudios. Selbst auf Friedhöfen wird auf hygienische Standards geachtet.

> Infektionsschutz – früh erkennen, schnell handeln: Beim Infektionsschutz heißt es: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Das Gesundheitsamt soll übertragbare Krankheiten verhindern, frühzeitig erkennen und ihre Ausbreitung stoppen – im Interesse des Einzelnen und der gesamten Bevölkerung.

Ärzte, Labore und Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen oder Kitas melden Erkrankungs- und Verdachtsfälle direkt an das Amt. So kann es im Fall von Magen-Darm-Infektionen, Windpocken, Meningitis oder anderen meldepflichtigen Erkrankungen schnell reagieren, Betroffene beraten und nötige Maßnahmen einleiten.

Zum Infektionsschutz gehören auch spezielle Aufgaben wie die Tuberkulosefürsorge, Gesundheitsuntersuchungen bei Asylsuchenden sowie kostenlose und anonyme HIV-Tests. Das Gesundheitsamt setzt zudem das Masernschutzgesetz um.

> Umweltbezogener Gesundheitsschutz: Auch Umwelteinflüsse können krank machen. Deshalb beteiligt sich das Gesundheitsamt an der Bauleitplanung und beurteilt mögliche Altlasten. Es bewertet gesundheitliche Risikofaktoren wie Hitze, UV-Strahlung oder Taubenkot. Bei Unfällen mit Gefahrstoffen und im Katastrophenschutz arbeitet das Amt eng mit anderen Behörden zusammen.

> Prävention und Gesundheitsförderung – für ein gesundes Aufwachsen: Im Bereich Prävention ist das Gesundheitsamt in vielen Lebensbereichen aktiv. In Schulen klärt es über Alkohol, Nikotin, Drogen, Verhütung und sexuell übertragbare Krankheiten auf. Die Mitarbeit in der Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen (FQA) hilft, die Qualität der Betreuung zu sichern.

Eine wichtige Aufgabe ist die Schulgesundheitspflege, darunter die Schuleingangsuntersuchung, Impfbuchkontrollen und Untersuchungen zur Schulfähigkeit. Schwangerenberatung sowie psychosoziale Beratung bei seelischen Erkrankungen oder Suchtproblemen ergänzen das Angebot.

Auch Belehrungen für den Umgang mit Lebensmitteln, Beratungen zu Impfungen und reisemedizinischen Themen sowie nach dem Prostituiertenschutzgesetz gehören dazu.

> Amtliche Gutachten – medizinische Expertise für Behörden: Der amtsärztliche Dienst erstellt Gutachten zur Eignung für eine Beamtenlaufbahn, Dienst- oder Arbeitsfähigkeit, Beamtenbeihilfe oder Prüfungsfähigkeit. Zudem beglaubigt das Gesundheitsamt Bescheinigungen für die Mitnahme von Betäubungsmitteln auf Reisen und berät beim Nachteilsausgleich für Prüfungen.

> Medizinalaufsicht – Qualität sichern: Das Gesundheitsamt überwacht Berufsgruppen im Gesundheitswesen, kümmert sich um Meldepflichten und führt Kenntnisüberprüfungen für angehende Heilpraktiker durch. Auch der Verkehr mit Betäubungsmitteln, etwa in Apotheken, wird regelmäßig kontrolliert.

> Daten, die schützen: Die Erfassung und Auswertung von Gesundheitsdaten ist Grundlage für viele Entscheidungen. Dazu zählen Meldungen zu Infektionsgeschehen oder Impfstatistiken sowie Daten zum Gesundheitszustand von Kindern aus den Schuleingangsuntersuchungen.

> Kommunikation und Vernetzung: Gesundheitsschutz funktioniert nur im Austausch. Deshalb arbeitet das Gesundheitsamt in zahlreichen Gremien mit, etwa in der psychosozialen Arbeitsgemeinschaft, im Suchtarbeitskreis oder bei Gesundheitskonferenzen. Die Aufklärung der Bevölkerung – etwa zu aktuellen Gesundheitsrisiken – ist ein weiterer zentraler Baustein.

INFO:  Fragen zu den vielfältigen Aufgaben des Gesundheitsamtes, insbesondere zu den ärztlichen Aufgaben im Infektionsschutz und der Hygieneüberwachung, zur Schulgesundheitspflege sowie zur Arbeit in der Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen (FQA) beantworten am kommenden Dienstag, 24. März, von 18 bis 19 Uhr, Amtsleiterin Dr. Hannelore Held sowie die Amtsärztinnen Theresa Rost und Karin Czerwinski.

So erreichen Sie die Ansprechpartnerinnen:

Hannelore Held - Telefon: 0921/294-186

Theresa Rost - Telefon: 0921/294-187

Karin Czerwinski - Telefon: 0921/294-188