Die tiefen Streicher beginnen mit halblauten Tremoli. Eine einsame Oboe irrt durch den Tonraum, Dissonanzen stoßen auf Dissonanzen. Nicht nur im Satz, der bezeichnenderweise den Titel „Tenebrae“ trägt, kommt die Musik aus dem Herzen der Finsternis. Tiefe Blechbläser, eine aparte Bassklarinette und die Kontrabässe sorgen für dunkle Stimmung – und doch bricht das Nachmittagslicht des Karfreitag durch die Fenster der optisch aufgelichteten Stadtkirche.