Tausende vor den Großbildleinwänden bei Deutschland gegen Ghana Public Viewing: Jaaaaaaaa! Naja!

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Zwei Mal hallte der Tooooor-Schrei durch die Nacht. Ein „Jaaaaa!“ aus Tausenden Kehlen. Allerdings zappelte der Ball auch zwei Mal hinter Manuel Neuer im Netz. Deutschland gegen Ghana am Samstagabend in Bayreuth: Ein öffentliches Fußballfest, das die Massen anzog. Das allerdings nicht ausuferte.

Herzogkeller: voll. Ehrenhof: voll. Fußball-Fieber am Uni-Strand, Anfeuern beim Saaser Waldfest, kaum eine Kneipe, die keinen Fernseher in ihrem Biergarten stehen gehabt hätte. Öffentliches Fußball-Schauen, gemeinsames Jubeln war auch beim zweiten Spiel der Deutschen Mannschaft der große Renner in Bayreuth.

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Die meisten Menschen auf einem Fleck fanden sich am Ehrenhof ein: „Wir schätzen, dass rund 2000 Menschen da waren“, sagt Christian Wedlich, einer der Organisatoren des Public Viewings mitten in der Stadt. Dass die Fans Fußball schauen konnten auf der LED-Wand, war einem Kraftakt der Logistik zu verdanken, wie Wedlich sagt: „Die Weimarer Staatskapelle hat bis 20.15 Uhr gespielt, um 20.30 Uhr wurde begonnen, die Bühne zu räumen und umzubauen. Um 21 Uhr, pünktlich zum Anstoß, waren wir mit allem fertig.“

Zufriedene Gesichter auch in der bislang größten Übertragungs-Arena, dem Herzogkeller: „Gegen 16 Uhr kamen die ersten Fußball-Fans. Kurz vor Spielbeginn hatten wir Einlassstopp. Wenn voll, dann voll“, sagt Geschäftsführer Sandro D’Ambrogio. „Wir sind wirklich sehr zufrieden mit der Resonanz des zweiten Spiels.“

Das 2:2 gegen Ghana nach einem packenden Spiel sorgte allerdings auch dafür, dass die Fußball-Fans diesmal ohne ausgiebige Nachfeier wieder nach Hause gingen: Auto-Korso gab es keinen. Nicht einmal die Kreuzung am Mühltürlein musste gesperrt werden. „Sehr dezent – im Vergleich zu sonst“, sagt Jochen Trier von der Bayreuther Polizei. „So richtig interessant dürfte es erst ab dem Achtelfinale werden“, sagt Trier.