Kerwa, Kino und Klischees

Cynthia Spangenberg

Taucht heute der Begriff „Landjugend“ irgendwo auf, wissen viele, insbesondere Stadtmenschen, entweder gar nichts damit anzufangen, oder sie denken spontan an eine Gruppe Alkohol trinkender, randalierender Dorfkinder ohne Ziele und Perspektiven. Ein Vorurteil, das weit an der Wahrheit vorbei geht.

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„Wir sind kein Saufverein“, sagt Stephanie Müller mit Nachdruck. Die 17-Jährige engagiert sich seit fünf Jahren bei der Landjugend, in der Ortsgruppe Bad Berneck/Bindlach. „Natürlich gibt es bei uns hin und wieder Gruppen, die nur Party machen wollen“, räumt sie ein, „aber es ist doch nicht fair, das auf alle zu übertragen.“

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Schließlich geht es den meisten keineswegs ums Feiern: „Hier kommen junge Leute zusammen, die Spaß miteinander haben wollen und gemeinsam etwas auf die Beine stellen“, fasst Christian Engelbrecht, der 25-jährige Vorstandsvorsitzende des Kreisverbands Bayreuth, die Aktivitäten der Landjugend zusammen. Die sind vielfältig: Man trifft sich einmal die Woche, besucht und organisiert Kerwas, Erntedankfeste, Sportturniere und andere Veranstaltungen im Dorf. Oder man geht einfach zusammen zum Minigolfen, ins Kino …

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