Tag der offenen Gartentür Verliebt in Sickenreuth

Traumhaft gelegen: Haus und Garten der Familie Freymann in Sickenreuth. Am Sonntag ist auch dort Tag der offenen Gartentür. Foto: Gabi Schnetter/Gabi Schnetter

Am Sonntag, 26. Juni, ist von 10 bis 17 Uhr Tag der offenen Gartentür. Auch Familie Freymann in Sickenreuth bei Goldkronach lädt ein in ihr Gartenparadies.

Insgesamt drei Terrassen hat Familie Freymann in den Südhang hineingeschnitten, eine, um ihr Haus zu bauen, und zwei weitere für ihre Gärten. 1973 war das, als Brigitte und Manfred Freymann von Bayreuth wieder nach Sickenreuth zurückkehrten, um sich endgültig dort niederzulassen, wo Brigitte Freymann auch zur Welt kam. „Bayreuth ist schön, aber Goldkronach ...“ Da fehlen ihr die Worte. Und wer sie in ihrem Garten besucht, versteht das.

Steine selbst gesammelt

Der Blick geht über die Dächer in Richtung Königsheide nach Warmensteinach. Rund 540 Meter hoch liegt das Anwesen mit dem etwa 2400 Quadratmeter großen Grundstück, das Brigitte und Manfred Freymann eigenhändig gestaltet haben. Steinmauern säumen die Terrassen. Steine, die das Ehepaar selbst gesammelt hat bei Spaziergängen oder Ausflügen. In Wald und Flur. „Das ist unser Hobby“, sagt sie. Den Hang darüber haben sie mit sonnenliebenden Pflanzen, wie Ziest oder Wolfsmilch bepflanzt, denn im Sommer wird es hier heiß. Da weiß die Gärtnerin aus Leidenschaft zu schätzen, dass man beim Hausbau daran gedacht hat, zwei Zisternen für Regenwasser mit einzubauen. 8500 Liter fassen sie. „In trockenen Sommern muss ich es halt einteilen.“

Buchs im Kiesbett

Das Haus selbst ist umgeben von Kiesbeeten, in denen Buchshecken stehen, und immer wieder Selbstgetöpfertes. Kleine Pflanzkissen mit Hauswurz darin, oder auch eine alte Zinkbadewanne, in der sie als Kind noch gebadet wurde. „Die war mir zum Wegwerfen zu schade.“ Zu viele Erinnerungen hängen daran. Ein Stockwerk höher dann der Sommersitz, das Gartenhäuschen. Und ganz oben der Holzplatz. Manfred Freymann nimmt sich der schweißtreibenden Arbeit des Holzspaltens noch heute an, denn im Winter wird gerne mit Holz geheizt. Und auch wenn Brigitte Freymann aus Altersgründen den Gemüsegarten inzwischen ein bisschen reduziert hat, es gibt noch genug zu tun.

Hochbeet als Geschenk

Ein Hochbeet, das die Arbeit etwas erleichtert, haben ihr die Kinder zu Weihnachten geschenkt. „Da habe ich mich sehr gefreut“, sagt sie und experimentiert jetzt mit dem Anbau von Salat, Spinat und Rucola. Im Gewächshaus sind es vor allem Tomaten, Paprika und Gurken, die gedeihen. „Ja“, sagt Brigitte Freymann, „wir sind fast Selbstversorger in Sachen Gemüse.“

Heidelbeer-Schmandkuchen

Und ganz ähnlich sieht es bei den Beerensträuchern aus. Vor allem Heidelbeeren werden geerntet. „Im vergangenen Jahr waren es elf Kilogramm.“ Und Frieda Mader, die Vorsitzende des Gartenbauvereins, ergänzt: „Für ihren Heidelbeer-Schmandkuchen bei unseren Festen ist Brigitte berühmt.“

Doch nicht nur das, auch die Natur kommt auf der riesigen Fläche zu ihrem Recht, wenn sie von ihren wilden Ecken berichtet. Von Steinhaufen, in die sich Amphibien zurückziehen können, oder vom Trockenrasen, der erst spät im Jahr, wenn die Margeriten verblüht sind, gemäht wird. Ein Paradies für Schmetterlinge.

Und schmunzelnd erzählt Brigitte Freymann von den Admiral-Raupen, die Biologin Barbara Dahinten bei einem Besuch entdeckt und zum Überwintern mit nach Hause genommen hatte. „Die Schmetterlinge hat sie dann bei mir im Garten wieder freigelassen.“


So sieht er aus, der Tag der offenen Gartentür am Sonntag, 26. Juni, von 10 bis 17 Uhr im Landkreis Bayreuth, mit Schwerpunkt in und um Goldkronach:

> Brigitte Freymann, Goldkronach-Sickenreuth, Am Stadtwald 15,

Parken: direkt am Haus

Anfahrt: vom Marktplatz Goldkronach an der Kirche vorbei, immer geradeaus hoch, 100 Meter nach der Gardinenfabrik links abbiegen und bis zum Wendehammer fahren.

> Monika Wein: Goldkronach, Rosenweg 16,

Garten mit üppiger Rosenpracht, Stauden und Rabatten um einen Teich arrangiert,

Parken: direkt am Haus

Anfahrt: 300 Meter an der Kirche am Marktplatz vorbei, dann links in den Dahlienweg einbiegen und rechts bis zum Ende fahren.

> Sabine Göbel: Leisau 49,

Goldkronach

Der 350 Quadratmeter große Garten ist eine Kombination aus gepflegtem Vorgarten mit Ziersträuchern, im hinteren Teil Blühwiese, Teich und viele wilde Ecken.

Parken: direkt am Haus

Anfahrt: im Ort an der Engstelle Bernecker Straße links in die Leisauer Straße einbiegen, bis zur Ortschaft Leisau fahren, nach dem Dorfbrunnen rechts die Straße hoch, nach 300 Metern links.

> Weißwurstfrühschoppen: An der Kegelbahn, Leisauer Straße 2 in Goldkronach, bietet der Obst- und Gartenbauverein ab 11 Uhr Weißwürste und Gulaschsuppe, Kaffee und Kuchen.

> Obst- und Gartenbauverein

Nemmersdorf: Dorfstraße 15,

Goldkronach,

Naturerlebnisraum mit Weiher, Steg, Pavillon und Holzbackofen, umgeben von einer Blumenwiese.

Parken: Parkplatz am Sportplatz und Friedhof

Anfahrt: vom Parkplatz der Dorfstraße folgend durch das Dorf.

> Gottesdienst: Um 9.30 Uhr beginnt ein Gottesdienst am Weiher, anschließend ist Weißwurstfrühschoppen. Um 15 Uhr bietet Robert Pfeifer, Leiter des Stadtgartenamtes, eine Wiesenführung an.

> Gefrees: Familie Gahn, Ackermannshof 22, Stein,

Malerische Nischen, Gewächshaus mit seltenen Tomatensorten, im zertifizierten Naturgarten. (landgarten-gahn.de)

Parken: direkt am Haus

Anfahrt: an der Staatsstraße zwischen Bad Berneck und Gefrees, Abzweigung Stein.

> Pegnitz, Familie Steinmüller, Pegnitz/Willenberg, Wachberg 23, Der riesige Garten ist nicht nur Stauden- und Nutz-, sondern vor allem Familiengarten. Parken: am Garten auf dem Grünstreifen.

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