Auslöser für einen Großeinsatz am Donnerstagabend in Hof war eine  Auseinandersetzung zwischen  einem mutmaßlichen Dieb und einem Ladendetektiv. Letzterer fühlte sich derart bedroht, dass er –  offenbar in Notwehr – ein sogenanntes Tierabwehrgel einsetzte. Während der Dieb entkam, breiteten sich die ätzenden Dämpfe in dem gut besuchten Supermarkt aus – und eine  groß angelegte Alarmierung nahm ihren Lauf.   
Um 17.45 Uhr wurde der Notruf aus dem Supermarkt abgesetzt: Die Feuerwehr Hof rückte mit neun Fahrzeugen und 28 Feuerwehrleuten an, das BRK mit 20 Fahrzeugen und rund 70 ehren- und hauptamtlichen Helfern. Laut Michael Loeffler, der Organisationsleiter des BRK, eilten die Helfer aus den Landkreisen Hof und Wunsiedel sowie aus Gefell im benachbarten Thüringen nach Hof. Immerhin habe nicht festgestanden, wie schwer die Betroffenen verletzt waren. 
„Als wir ankamen, war ein Teil der Kunden und Mitarbeiter bereits draußen auf dem Parkplatz, andere waren noch drin“, berichtet Loeffler. Etwa 18 Personen, darunter Kinder und Kleinkinder, klagten über Atembeschwerden und wurden sofort auf die Rettungswagen verteilt. Ernsthaft  behandelt werden musste niemand – den meisten ging es bereits besser, als sie an der frischen Luft waren. Gegen 18.40 Uhr stand fest: Alle Betroffenen können wieder nach Hause; niemand musste ins Krankenhaus. Nach etwa einer Stunde, so die Polizei Hof, wurde der Markt wieder geöffnet.