Die Auswirkungen auf die Hydrogeologie: „Wie verändert sich die Hydrogeologie im Salach, wo sich ein letzter Bestand von Quellmoos und Wiesenpilzen befinden?“
Natura 2000 Gebiet bei Marktleuthen: „Hier im Flora-Fauna-Habitat–Schutzgebiet im Egerbereich ist ein langer Riegel geplant. Hier ist eine Biotopzerstörung zu befürchten. Auch eine geschlossene Querung im Spülbohrverfahren wird zu Beeinträchtigungen führen.“ Wie die Bürgerinitiative weiter schreibt, sind ihre Mitglieder der Ansicht, dass der Übertragungsnetzausbau mit Energiewende verwechselt werde. „Zuerst sollte doch das Verteilnetz in Deutschland ausgebaut werden, da man dies dringend für Strom aus erneuerbaren Energien benötigt. Wahnsinnig teure überdimensionierte Stromautobahnen für Gleichstrom in ganz Deutschland, die die Bürger durch steigende Netzentgelte finanzieren, dienen in erster Linie den Renditen der großen Übertragungsnetzbetreiber. Wir fordern ein Umdenken mit dem Verzicht von großen HGÜ-Leitungen. Eine dezentrale Stromversorgung muss das Ziel sein! Strom muss da verbraucht werden, wo er erzeugt wird.“
Dezentral und kommunal
Der Ukrainekrieg und die Abhängigkeit von anderen Ländern belegten, dass die Energieversorgung dezentral und kommunal eine größere Sicherheit bedeute. Nach Ansicht der BI ist der europäische Binnenmarkt für europaweiten Stromhandel der wahre Grund für den Bau des Südostinks. „Deutschland wird durch diese HGÜ-Trassen der Dreh-und Wendepunkt, die sogenannte Kupferplatte für Europa, damit der Kohle-und Atomstrom weiterfließen kann.“ Für die Mitglieder der Bürgerinitiative ist es ein Widerspruch, dass Deutschland aus der Kohle-und Atomkraft aussteige, man aber gleichzeitig mit den geplanten Trassen ermögliche, dass angrenzende Länder „dreckigen“ Strom quer durch Europa transportierten. Es handle sich dabei nicht wie behauptet um Offshore-Windstrom. „Es ist an der Zeit, damit aufzuhören, den Bürger stets das Märchen vom Windstrom zu erzählen. Tschechien und Frankreich setzen in erster Linie auf Atomstrom, ohne zu wissen, wohin mit dem Atommüll. Nicht zu unterschätzen sind gezielte Cyberangriffe auf die Infrastruktur von großen Stromleitungen“, so die BI.