Etwa zwei Drittel (65,8 Prozent) der Digitalleser sind laut der Untersuchung jünger als 50 Jahre und damit im Schnitt jünger als Printleser. 65 Prozent von ihnen haben einen höheren Bildungsabschluss und sind voll berufstätig, 43 Prozent nutzen regelmäßig den öffentlichen Personennahverkehr. Außerdem zählen der Studie zufolge E-Paper-Nutzer zu den Besserverdienenden. 43 Prozent verfügen über 3000 Euro netto im Monat, jeder Fünfte (21 Prozent) über mehr als 4000 Euro Haushaltsnettoeinkommen.

Inhaltlich sind E-Paper-Leser an klassischen Nachrichtenthemen überdurchschnittlich interessiert, ihr besonderes Augenmerk gilt aber den lokalen und regionalen Nachrichten. So haben 80 Prozent großes Interesse an Informationen zum Geschehen vor Ort. Ihre bevorzugten Regionalthemen sind Verkehr, Umwelt und Infrastruktur, Soziales, lokale Wirtschaftspolitik, aber auch Polizeiberichte und Veranstaltungen. 81 Prozent der E-Paper-Leser halten laut Studie lokalen Journalismus für sehr wichtig für die Gesellschaft.

Mit der Zeitung selbst sind die meisten E-Paper-Leser schon von Kindesbeinen an vertraut. Bei 77 Prozent gehörte die regionale Tageszeitung zum Alltag im Elternhaus. Fans der Digitalausgabe führen vor allem das einfache Handling, die unkomplizierte und jederzeitige Verfügbarkeit sowie Umweltaspekte, insbesondere den Wegfall von Papier und Lieferweg, als Argumente für die papierlose Zeitung ins Feld.

Für die „E-Paper-Studie 2020“ hat die ZMG Zeitungsmarktforschung 2000 in Deutschland wohnhafte Personen zwischen 18 und 69 Jahren nach ihrer Nachrichtennutzung, ihrer Einstellung zu Medien und ihren Themeninteressen befragt. Die Studie wurde im Juli 2020 als repräsentative Onlinebefragung durchgeführt. maa

 

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