Speichersdorf Wasser- und Abwassergebühren werden steigen

Setzt auf Solarstrom: Bürgermeister Christian Porsch vor dem Bürgersolarpark nahe Wirbenz. Foto: Archiv/

Die extrem steigenden Strompreise werden von den Kommunen auf die Wasser- und Abwassergebühren umgelegt werden, sagt der Speichersdorfer Bürgermeister Christian Porsch voraus.

Die Energiekosten für die Kommunen werden „exorbitant steigen“, kündigte Bürgermeister Christian Porsch an. Nun gelte es zu überlegen, wie man in den Winter gehe. Und man werde überlegen, wo man in der Sportarena, in der Schule und im Rathaus Energie sparen könne, sagte Porsch auf der Gemeinderatssitzung.

Auch an die Straßenbeleuchtung – „diese heilige Kuh“ – werde man heran müssen. Die Sicherheit nachts dürfe aber nicht gefährdet werden.

Die Gemeinde habe in Sachen der eigenen Stromerzeugung schon viel getan. So werde die geplante Faulung in der neuen Kläranlage rund 126.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr einsparen. In der Sportarena bringe die Photovoltaikanlage eine Einsparung von 18.000 Kilowattstunden im Jahr, auf den Hochbehältern der Wasserversorgung rund 30.000 Kilowattstunden und auf dem Rathausdach rund 13.400 Kilowattstunden. Die Anlage auf dem Rathaus soll erweitert werden.

Bekanntlich soll der Arbeitspreis, den die Gemeinde laut der neuen Bündelausschreibung des Bayerischen Gemeindetages für 2023 zahlen soll, 61 Cent pro Kilowattstunde betragen. Hinzu kommen noch Abgaben, Entgelte und Gebühren. Die Heizung zur Versorgung von Schule, Sportarena und Rathaus sei schon vor längerem auf Hackschnitzel umgestellt worden.

Nun gelte es zu prüfen, wie die kritische Infrastruktur bei einem Black-out oder bei Netzschwankungen mit Hilfe von Notstrom aufrechterhalten werden kann. Dazu will Porsch in der Oktober-Sitzung Einzelheiten mitteilen. Und: Die Wechselrichter der Photovoltaikanlagen würden ohne externe Spannung nicht laufen.

Die höheren Stromkosten werden laut dem Bürgermeister bei Wasser und Abwasser auf die Bürger umgelegt, auch die Nutzer der Sportarena bei Veranstaltungen müssten entsprechend mehr zahlen. „Es wird um Kostensteigerungen bei Wasser und Abwasser nicht herumgehen“, betonte Porsch. Da die Gemeinde schon frühzeitig auf Erneuerbare Energien gesetzt habe, werde die Verteuerung nicht so heftig ausfallen wie anderswo

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