Streitau Pferdepension und Sägewerk

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Ein ehemaliges landwirtschaftliches Anwesen, das für Pferdehaltung umgestaltet werden soll, soll künftig eine Pferdepension, einen Futtermittelhandel und einen Zimmereibetrieb beherbergen. Foto: picture alliance / dpa/Julian Stratenschulte

Mobiles Sägewerk und Pferdehaltung auf einem Anwesen – dem hat jetzt der Bauausschuss in Gefrees zugestimmt.

Ein ehemaliges landwirtschaftliches Anwesen, das für Pferdehaltung umgestaltet werden soll und schon mehrfach vor dem Bauausschuss der Stadt Gefrees beraten wurde, soll nach einer aktuell eingereichten Voranfrage künftig eine Pferdepension, einen Futtermittelhandel und neu einen Zimmereibetrieb beherbergen.

Bürgermeister Oliver Dietel (WGL) stellte das Vorhaben im Zuge der jüngsten Sitzung des Bauausschusses vor. „Geplant ist eine Pferdepension mit Boxenhaltung für bis zu maximal 20 Pferden“, sagte der Bürgermeister. Der Pferdebestand soll demnach aus mehreren eigenen Pferden sowie Einstellpferden von Kunden bestehen. Ein Teil der angrenzenden landwirtschaftlichen Nutzfläche würde als Koppel für den täglichen Weidegang der Pferde herangezogen, der verbleibende Teil der Nutzfläche für die Heugewinnung. Die Koppeln sollen mit einem Strom-Weidezaun eingezäunte werden. Als Reitmöglichkeit soll ein Reitplatz mit den Maßen 40 auf 20 Meter und auch eine überdachte Longierhalle entstehen. Hinzukommen soll ein Futtermittelhandel, der über dem ehemaligen Kuhstall eingerichtet wird. Zu diesen beiden Bestandteilen der Anfrage gab es zunächst keine Bedenken.

Anders war dies beim dritten Part, zusätzlich noch einen Zimmereibetrieb mit mobilem Sägewerk auf dem Areal unterzubringen. Der Sohn der Antragsteller sei gelernter Zimmerer und habe derzeit schon einen Nebenerwerb, erläuterte der Bürgermeister. Dieser plane das Nebengewerbe in den kommenden zwei bis drei Jahren zum Hauptgewerbe zu machen und bis zu drei Mitarbeiter anzustellen. Bürgermeister Oliver Dietel erläuterte, dass er auch wenig gegen ein mobiles Sägewerk habe. Allerdings sei die Vorgabe für ein in dem Bereich ausgewiesenes Dorfgebiet, dass dort nur nicht wesentlich störendes Gewerbe, das zur Versorgung diene, möglich sei. Auch Altbürgermeister Harald Schlegel (SPD) äußerte Bedenken wegen der zu erwartenden Emissionen. Ein Einwand, den der Bürgermeister in seinem Beschlussvorschlag schon berücksichtigt hatte. Bernd Jahreis (FWG) hingegen betonte noch einmal ausdrücklich den positiven Aspekt, dass sich ein junger Unternehmer etwas aufbauen wolle. Der Bauausschuss erteilte letztlich auf den Antrag auf Vorbescheid seine Zustimmung zwar einstimmig jedoch nur unter dem Vorbehalt einer emissionsrechtlichen Genehmigung. Zumal eben in der Nachbarschaft auch ein Wohngebiet liege.

 

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