Straßensanierung Investition in mehr Verkehrssicherheit

Brigitte Grüner
Bauarbeiten auf der Staatsstraße 2162: Auch die Strecke zwischen Auerbach und Ranna wird in diesem Jahr noch saniert. Foto: bgr

Die Staatsstraße 2162 wird noch weiter saniert. Nach der Vollsperrung in Michelfeld steht der Abschnitt zwischen Auerbach und Ranna an.

Das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach hält sein Versprechen: Die Vollsperrung in Michelfeld wird zum Ende der Woche aufgehoben, sagte Stefan Weiß vom Staatlichen Bauamt auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Gesamtmaßnahme „Sanierung der Ortsdurchfahrt Michelfeld“ werde voraussichtlich in den nächsten vier Wochen abgeschlossen sein. Es seien noch verschiedene zeitintensive Arbeiten in den Seitenbereichen zu vollziehen. Dazu gehöre laut Weiß vor allem das Pflastern der Gehwege.

Die Arbeiten liegen im Zeitplan

Mit Aufhebung der Vollsperrung am gestrigen Freitag, 16. September, seien alle Fahrbahnbereiche der Staatsstraße 2162 inklusive der Auffahrt zum Kreisverkehr zur B 85 hergestellt und befahrbar. Die Restarbeiten erfolgen unter Verkehr. „Die Arbeiten liegen somit zu unserer vollsten Zufriedenheit im Zeitplan“, betont der Technische Amtsrat.

Für Verkehrsteilnehmer – besonders in und aus Richtung Neuhaus – stehen die nächsten Einschränkungen und Umleitungen bevor. Denn auch die Staatsstraße 2162 zwischen Auerbach und Ranna wird in diesem Jahr noch saniert. Dazu wird die viel befahrene Verbindung zwischen der Oberpfalz und dem nahen Mittelfranken vom 19. September bis zum 28. Oktober abschnittsweise gesperrt. Für den gesamten Zeitraum erfolgt die ausgeschilderte Umleitung über die Staatsstraße 2163 zwischen Neuhaus und Plech; danach weiter über die Kreisstraße BT 28 durch den Veldensteiner Forst auf die Bundesstraße 85.

Vier Kilometer Fahrbahn saniert in zwei Abschnitten

Die Sanierung der rund vier Kilometer langen Fahrbahn der Staatsstraße 2162 findet in zwei Bauabschnitten statt, erklärt Stefan Weiß vom Staatlichen Bauamt. In den ersten beiden Wochen der Sperrung konzentrieren sich die Arbeiten auf den Bereich zwischen der sogenannten Dornisch-Kreuzung und der Einmündung der Graf-Zeppelin-Straße beim Freibad. Der Anliegerverkehr für das Industriegebiet Auerbach-Süd ist dabei von Süden her – also aus Richtung Ranna und Neuhaus – über die Staatsstraße 2162 zugelassen.

Ab dem 4. Oktober verschieben sich die Bautätigkeiten in den Abschnitt ab der Einmündung der Graf-Zeppelin-Straße in Richtung Ranna. Der Anliegerverkehr von der B 85 bis zum Freibad Auerbach wird zu diesem Zeitpunkt wieder für den Verkehr freigegeben.

Laut Bauamt Amberg-Sulzbach investiert der Freistaat Bayern für die Maßnahme rund 1,3 Millionen Euro in die Verkehrssicherheit und die Bestandserhaltung. „Aufgrund von Spurrinnen mussten Teilabschnitte bei Nässe bereits geschwindigkeitsbeschränkt werden“, erläutert Weiß. Daneben verfolge das Staatliche Bauamt mit der Sanierung auch das Ziel, die Fahrbahnquerneigung zu optimieren, und damit die Haftung besonders in den Kurvenbereichen zu verbessern. Die Behörde bittet die betroffenen Verkehrsteilnehmer und Anlieger bereits jetzt um Verständnis für die Maßnahme und die sich daraus ergebenden Beeinträchtigungen.

Auerbach dieses Jahr Schwerpunkt bei Straßenbau

Die Sanierung der Staatsstraße 2162 ist die letzte große Maßnahme des Staatlichen Bauamts im Raum Auerbach im Jahr 2022. Ab dem Frühjahr wurden nach und nach die Dornisch-Kreuzung umgestaltet, die B 85 zwischen Auerbach und Königstein saniert, die Bundesstraße bis Michelfeld erneuert und zuletzt die Ortsdurchfahrt und die Auffahrt zum Kreisverkehr saniert. „Auerbach bildet heuer einen Schwerpunkt bei unseren Erhaltungsmaßnahmen auf Bundes- und Staatsstraßen im Landkreis Amberg-Sulzbach“, kündigte Baudirektor Stefan Noll bereits im März 2022 an. Die Straßensanierung ist keine kostengünstige Aufgabe.

Wie überall, seien auch im Straßenbau Preissteigerungen spürbar, sagt Technischer Amtsrat Stefan Weiß auf Nachfrage. Diese halten sich bislang im erwarteten Rahmen. Da die Preise im Straßenbau auch von den Kosten für Rohöl- und Kraftstoffe abhängen, schlagen sich diese Steigerungen laut Weiß auch in den Angeboten nieder.

Die Bieterzahl habe sich zu den Vorjahren nicht verändert, unterliege aber jahreszeitlichen Schwankungen. So reduzieren sich die freien Kapazitäten erfahrungsgemäß im Herbst.

Insgesamt kommen manche Maßnahmen günstiger, andere dagegen teurer als in der Vorkalkulation. „In zwei Ausschreibungen für den Bau von Radwegen haben wir unerwartet günstige Angebotspreise erzielen können, während bei anderen Asphaltarbeiten etwas höhere Angebotspreise im Wettbewerb angeboten wurden“, berichtete Baudirektor Stefan Noll.

Großes Interesse an Projekten für 2023

Die Verantwortlichen im Staatlichen Bauamt sind froh, dass sich meist eine größere Anzahl von Unternehmen für die Ausschreibungen interessiert und ein Angebot abgibt. Sehr großes Interesse bestehe an solchen Projekten, bei denen Teile der Bauleistungen erst im kommenden Jahr abgeschlossen werden müssen.

 

Bilder